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Der Prignitzer

23. November 2017 | 06:36 Uhr

Familienhelfer im Ehrenamt gesucht

vom

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2010 | 08:48 Uhr

Prignitz | Das Jugendamt der Prignitzer Kreisverwaltung sucht sie, die guten Seelen, die ehrenamtlich in Familien helfen. Der Bedarf sei nicht genau zu beziffern, aber auf jeden Fall groß, sagt Nancy Schulz vom Allgemeinen Sozialen Dienst, einer Abteilung des Jugendamtes. "Seit es den Baby- Begrüßungsdienst - damit haben wir am 4. Januar 2009 begonnen und inzwischen rund 700 Neuankömmlinge besucht - gibt, stellten wir des öfteren fest, dass viele Eltern allein mit der neuen Verantwortung dastehen, keine Großeltern oder Geschwister in der Nähe sind, dass es viele Alleinerziehende gibt", so Schulz.

Die ehrenamtliche Hilfe für Familien sei nicht mit den Hilfen zur Erziehung oder anderen Instrumenten der Jugendhilfe zu verwechseln. "Wir möchten lediglich den Anstoß geben, die Ehrenamtlichen natürlich auch anleiten und begleiten", formuliert Nancy Schulz das Anliegen. Dabei stellt sie klar, dass Hilfe über alle sozialen Schichten hinweg erforderlich sei, es sich nicht um so genannte Problemfamilien handele, die ja auch bereits anderweitig betreut werden. Oft gehe es um kleine Hilfestellungen, "dass einfach mal jemand eine Stunde das Baby ausfährt, dass es Unterstützung bei den Hausaufgaben gibt", nennt Nancy Schulz ganz konkrete Wünsche, die ihr in ihrer praktischen Tätigkeit bei Familien bereits begegnet sind.

"Dafür suchen wir Menschen, die vor allem eines mitbringen: Zeit", verdeutlich David Kahl, Sachbereichsleiter Allgemeiner Sozialer Dienst beim Jugendamt des Landkreises. Natürlich sollten es auch Frauen und Männer mit Herz und Verstand sein, die einfach anderen helfen wollen. Zwei Interessenten hätten sich bereits gemeldet. Das, so Nancy Schulz, könne natürlich erst ein Anfang sein, ein Grundstock. "In den zurückliegenden Wochen hatten wir aus etwa zehn Familien Anfragen nach freiwilliger, ehrenamtlicher Hilfe. Wir würden uns freuen, wenn sich noch viele Helfer fänden, aus dem gesamten Landkreis. Flyer liegen bereits an vielen markanten Orten aus", sagt sie. Aufwendungen bekämen die Ehrenamtler natürlich erstattet.

Mit dem Ehrenamtler-Projekt beschreitet der Landkreis Neuland. Im Land Brandenburg sei ihnen Ähnliches bislang nicht bekannt, sagen David Kahl und Nancy Schulz. "Wir haben uns natürlich vorher umgetan, müssen das Fahrrad ja nicht neu erfinden, wenn es schon etwas Gutes gibt. Aber so richtig fanden wir in Brandenburg nichts." Wohlfahrtsträger und andere Einrichtungen, wie zum Beispiel die Mehrgenerationenhäuser, hätten Angebote, die in die gleiche Richtung gingen. Aber keine Ehrenamtler, die direkt in der Familie mitarbeiten, so Schulz.

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