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Verwaltungschef Putlitz : Familie rückt in den Vordergrund

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Putlitzer Amtsdirektor Gerd Ehrke geht vorzeitig in den Ruhestand / Amtsausschuss muss über Neuausschreibung entscheiden

Der Verwaltungschef des Amtes Putlitz-Berge, Gerd Ehrke, gibt seinen Posten vorzeitig auf. Auf der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses stellte er den Antrag, ihn von seinen Pflichten zu entbinden und in den vorzeitigen Ruhestand zu versetzen. Ehrke gab für diesen Wunsch private, familiäre Gründe an.

Der Amtsausschuss diskutierte den Antrag ohne Beisein des Amtsdirektors und fasste den Beschluss, dem Wunsch des Verwaltungschefs zu entsprechen. Damit endet die Dienstzeit Ehrkes am 1. Oktober dieses Jahres und damit ein Jahr vor Ablauf seiner regulären Amtszeit.

15 Jahre war Gerd Ehrke Hauptverwaltungsbeamter im Amt Putlitz-Berge, zuvor war er Bauamtsleiter in der Amtsverwaltung und Mitarbeiter im Bauamt der Stadt Putlitz. „Ich weiß, dass die Situation für das Amt momentan nicht einfach ist, vor allem vor dem Hintergrund der bevorstehenden Kommunalreform“, sagt der 63-Jährige. „Aber die Situation wäre in einem Jahr keine andere gewesen als jetzt.“ Denn noch sei nicht klar, wie es weiter geht in der Putlitzer Amtsverwaltung. Die Regorm werfe ihre Schatten voraus und eines sei klar: Allein könne das Amt Putlitz-Berge wohl nicht in dieser Form bestehen bleiben.

Den fünf amtsangehörigen Gemeinden Berge, Pirow, Gülitz-Reetz, Triglitz und der Stadt Putlitz bieten sich zwei Möglichkeiten: Entweder die Aufgabe der Eigenständigkeit und der Anschluss an die Stadt Pritzwalk oder an die Gemeinde Karstädt. Die andere Möglichkeit: Die Eigenständigkeit wird beibehalten, und es erfolgt der Zusammenschluss mit dem Amt Meyenburg. „Wir waren in der Vergangenheit immer darauf bedacht, die Eigenständigkeit der Gemeinde in den Vordergrund zu stellen, denn die Kommunen sind gesund und stehen auch finanziell auf solidem Fundament“, sagt Ehrke.

Hintergrund ist der, dass ein neuer Amtsdirektor für die Dauer von acht Jahren gewählt wird. Auch wenn das Amt in dieser Zeit aufgelöst werden würde, müsste der Verwaltungschef weiter bezahlt werden. Sollte sich der Amtsausschuss dazu entschließen, die Stelle neu auszuschreiben, müsste dies bundesweit geschehen, so dass sich jeder mit den notwendigen Voraussetzungen aus dem gesamten Bundesgebiet um die Stelle bewerben könnte. „Und diese Situation ist in diesem Jahr eben dieselbe wie im kommenden, die Fragestellung dazu ist lediglich etwas nach vorn verlagert“, so Ehrke.

Er wolle sich vor keiner Verantwortung drücken, sondern habe diese Entscheidung für den Rückzug von der Verwaltungsspitze aus rein privaten Gründen getroffen.

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