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Perleberg auf allen Poster : Familie Klan –Herthas Werbegesicht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt plant zum Perleberg-Jubiläum Spiel 1. Mannschaft des BSC gegen SSV Einheit sowie für Bundesliga-Rückrunde Jugend in Szene zu setzen

Maske und dann gehen die Scheinwerfer an. Fotoshooting für Ramona Klan, ihren Partner Hans-Joachim Pehlke und Sohn Erik (16). Wie ein Trommelfeuer klackt der Verschluss der Kamera. „Gefühlt sind es wohl 20 000 Fotos, die geschossen werden“, sagt Ramona Klan und lacht übers ganze Gesicht. Sie und ihre Familie sind das neue Werbegesicht von Hertha BSC. Im Herbst ging es zum Fototermin nach Hannover. „Wir haben uns dazu Vatis Auto geliehen, denn selbst haben wir keins, leben von Hartz IV“, fügt sie an.

Seit 2004 regt sich das Interesse an Hertha, seit 2006 wird bei jedem Spiel mitgefiebert. Und wenn Anstoß im Olympia-Stadion ist, dann haben die Klans ihren Platz zumeist in der Fankurve, wenn es sich finanziell einrichten lässt. „Wir rauchen nicht und auch sonst machen wir keine großen Sprünge. Doch Fußball, insbesondere wenn Hertha BSC aufläuft, das muss sein.“ Mit dem Berlin-Brandenburg-Ticket geht es ins Stadion. „Das ist finanziell einfach günstiger für uns, denn ein Fünfter, der mitfährt, findet sich immer.“ Jedes Auswärtsspiel wird vor dem Fernseher in der guten Stube verfolgt, natürlich in standesgemäßen Outfit und fanmäßig gestalteten Wohnstubenambiente. Davon haben sie auch ein Foto geschossen und sich für das neue Werbegesicht, das Hertha und Sky per Internet-Aufruf suchten, beworben. Als eine Woche später das Telefon klingelte, war die sonst recht redselige Ramona dann doch erst einmal sprachlos, gesteht sie offen ein. Was folgte war ein Jubelschrei und dann das Fotoshooting.

Eigentlich seien sie zu Viert, doch Sohn Marcus (27) musste zu dem Zeitpunkt arbeiten. Übrigens, seinen Faible für Hertha hat er sich gar auf die Wade tätowieren lassen. Sein „kleiner“ Bruder steht ihm in nichts nach, zumindest was Hertha angeht. Das komplette Zimmer ist blau-weiß, einzig ein grünes Fleckchen ist zusehen, „der Fußballrasen“, ergänzt die Mutter. Als Hertha-Fan muss man aber auch Courage und Standvermögen aufbringen, das weiß Erik zur Genüge. Denn nicht alle Tage schien die Sonne für den Verein. „Nicht von ungefähr heißt unser Motto in guten wie in schlechten Zeiten“, greift Hans-Joachim Pehlke den Gedanken auf.

Die Perleberger „Fanfamilie“ wird nun auf den großen Plakaten posieren, die künftig in allen Hertha-Geschäftsstellen, Vorverkaufsbüros oder zu Hertha-Aktionen in ganz Berlin und Brandenburg zu sehen sein werden.


Bewerben für Projekte Balljungen und Auflaufkinder


Die Rolandstadt ist eine der 22 Partnerstädte von Hertha BSC. Und sie feiert Ende Juni ihr 775-jähriges Stadtjubiläum. „Da wollen wir natürlich auch diese Partnerschaft im wahrsten Sinne des Wortes ins Spiel bringen“, betont Hertha-Botschafter Martin Sengebusch. Roland Gareis, Vorsitzender der AG Sport zur 775-Jahrfeier, ergänzt: „Wir planen die Fußballprofis von Hertha im Mai nach Perleberg zu holen, wo sie dann gegen SSV Einheit auflaufen werden.“ Zudem habe man zwei weitere Projekte im Auge. „Wir bewerben uns mit der D-Jugend von SSV Einheit für das Projekt Balljungen“, erläutert Martin Sengebusch. In der Bundesliga-Rückrunde würden jene Zwölf- bis 14-Jährigen dann bei einem Spiel dabei sein und zudem einen Tag lang all das in Augenschein nehmen können, was im und am Olympia-Stadion den Sportlern fürs Training geboten wird, einschließlich der Höhenkammer.

In einem zweiten Projekt wolle man sich dafür bewerben, dass die F-Jugend, sprich die Sechs- bis Achtjährigen von SSV, mit den Profis aufs Spielfeld auflaufen.

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erstellt am 26.Jan.2014 | 08:00 Uhr

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