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Prignitzer Tierschau : Familie Jaeger holt 14 Pokale

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

21 Landwirtschaftsbetriebe nehmen an der Prignitzer Tierschau teil / Jungzüchter überzeugen mit ihren Vorführungen

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erstellt am 03.Jul.2017 | 21:00 Uhr

„Davon hätte ich heute morgen nicht mal geträumt“, meinte Jörg Jaeger sichtlich überwältigt, als Preisrichter Timm Staggen die Nr. 23, „Galaxy“ aus dem Milchkuhbestand der Jaeger GbR, zur „Miss Prignitz“ der 23. Prignitz-Tierschau kürte.

Die Jaeger GbR war am Sonnabend überhaupt der große Abräumer. 14 Pokale gingen allein an den Familienbetrieb aus Blüthen. „Galaxy“ wurde auch Siegerin ihrer Klasse (2. Laktation) und beste Euterkuh, ebenso dominierten mit „Viola“, „Rose“, „Dela“ und „Rosalie“ weitere Herdbuchkühe vom Jaegerhof das Geschehen in ihren Klassen. Auch im Jungzüchterwettbewerb war die Jaegerfamilie sehr erfolgreich.

21 Landwirtschaftsbetriebe schickten 35 Herdbuch-Spitzentiere in die Bewertung sowie 16 Fleischrindzüchtungen ins Schauprogramm. In der Prignitz ist das Fleckviehfleischrind die Nr. 1, gehalten werden mehr als 400 Herdbuchkühe. Landesweit dominiert die Uckermärker Rasse. Brandenburg- und Deutschlandweit sehr erfolgreich in der Fleischrindzucht sind die Prignitzer Betriebe Glaser GbR Perleberg und Agrargenossenschaft Karstädt.

Ein Hingucker im Schauprogramm war dieser Bulle.
Ein Hingucker im Schauprogramm war dieser Bulle. Foto: mand
 

Eine Augenweide sind in jedem Jahr nicht nur die prächtigen Milchkühe und imposanten Fleischrinder, sondern auch die Vorführungen der Jungzüchter. „Ich erlebte eine sehr, sehr gute Tierschau mit wunderbar funktionalen Tieren: sehr gutes Euter, gute Beine/Füße als Fundament, durch die Bank weg sehr gute Beckentiere, denen man zutraut, gesund zu bleiben und alt zu werden“, lobte Timm Staggen, der selbst in einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Schleswig-Holstein arbeitet und seit mehreren Jahren als Preisrichter tätig ist.

Ein dickes Lob zollte er ebenso dem niveauvollen Jungzüchterwettbewerb. Auch Cathleen Schneider, auf der jüngsten BraLa zur Brandenburger Milchkönigin 2017/18 gekrönt, machte es sichtlich Spaß, die Siegerpokale zu überreichen.

Dicht umringt waren zwei Schaugatter zur Tierart Schwein der Tierzuchtgenossenschaft Gulow (Mastläufer) und Cord-Kruse Lübzow GbR (Sau und Ferkel). Besonders die Kinder erfreuten sich an der „schweinischen Familie“ mit einer Kollektion von 13 Ferkeln verschiedenen Rassen. Bei den fünf Schafrassen wurde das ungarische Zackelschaf von Andreas Lange (Rohlsdorf/Pritzwalk) zum Publikumsliebling gekürt.

Jungzüchterin Emilya Luise Madaus führt ein Kälbchen vor.
Jungzüchterin Emilya Luise Madaus führt ein Kälbchen vor. Foto: mand

37 Mitglieder zählt der Schäferverein Prignitz aktuell, zehn befassen sich beruflich mit der Herdbuchzucht, die Mehrzahl sind Hobbyschäfer. Der Bestand an Mutterschafen in der Prignitz umfasst zirka 7000 Tiere.

Mit viel Beifall bedachten die Zuschauer auch das Programm des Pferdezuchtvereins Westprignitz. Nach einer Rassevorstellung zeigten Kinder, Jugendliche und Erwachsene in einem Schauprogramm das breite Spektrum von Voltigieren, Reiten, Springen bis zum Fahrbetrieb.

Dass die Tierschau zu einem Anziehungspunkt für Familien wurde, zeigte die Anwesenheit vieler Eltern mit Kindern. „Mir haben am besten die kleinen Fohlen gefallen“, meinte Madlen Devantier (9). Die Vielfalt an Tieren lockte auch Familie Pinick nach Blüthen, die Pferdeschau kam bei Valera (6) besonders gut an. „Als Veranstalter sind wir mit der Qualität der Tierschau und der Besucherschar sehr zufrieden. Zugleich danken wir den Sponsoren, die uns unterstützen, denn ohne sie wäre diese Schau nicht möglich“, sagte Uwe Kessler, Vorsitzender des Tierschauvereins.  



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