Barrierefreiheit in Perleberg : Fahrstuhl fürs Rathaus und Querung in der Quitzower

Perleberg soll in Zukunft barrierefreier werden.
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Perleberg soll in Zukunft barrierefreier werden.

Verwaltung reagiert auf Hinweise aus Aktion Mensch zur Barrierefreiheit in der Stadt

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14. Juni 2016, 21:00 Uhr

Wie barrierefrei ist die Stadt? Die Frage wurde auf dem Wochenmarkt gestellt und Hinweise und Anregungen ließen nicht auf sich warten. Dass jene nicht einfach in der Schublade verschwinden, das versprachen die Organisatoren. Erste Ergebnisse verkündete gestern Bürgermeisterin Annett Jura. Stichwort Zugang zum Rathaus. Der ist alles andere als barrierefrei. Und so schnell werde sich daran auch nichts ändern. Aber! Dem Rathaus steht eine umfangreiche Sanierung bevor, wenn auch nicht heute und morgen. Man habe aber im Blick, dass dabei auch eine technische Lösungen hinsichtlich Fahrstuhl mit in Betracht gezogen werde. Bis dahin versuche die Verwaltung über die Räumlichkeiten in der Lehmann-Akademie, die barrierefrei und mit Fahrstuhl erreichbar sind, bzw. über die Verwaltung in der Karl-Liebknecht-Straße, für die Gleiches gelte, dem Bürger mit seinem Anliegen zur Verfügung zu stehen. Übrigens, in der Akademie gibt es auch eine behindertengerechte Toilette.

Bei allem was neugebaut oder saniert werde, ob Straße, Platz oder Einrichtung wie das Stadt- und Regionalmuseum, achte man darauf, dass es jeder, auch Rollstuhlfahrer oder Muttis mit Kinderwagen, problemlos nutzen könne.

Die Quitzower Straße ist ein weiterer Kritikpunkt und das seit Jahren. Hier gibt es zwar eine gut ausgebaute Querung für Fußgänger, doch um in den Lebensmittelmarkt zu gelangen, muss man einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Für Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, eine Herausforderung. Insofern hat die Stadt in Betracht gezogen, bei der nächsten Haushaltsdebatte hier schon eine Lösung anzustreben, sprich eine direkte Querungsmöglichkeit zu installieren. Denn mit der Erschließung des Kasültenplatzes als Wohngebiet werde die Quitzower an Bedeutung zunehmen.

Mit der Sanierung des Bahnübergangs in der Wittenberger Straße in diesem Jahr werde es dann auch eine Fußgängerquerung in direkter Höhe des Polloweges geben, so dass sich dann niemand mehr zwischen den Autos den Weg zum Bahnhof bahnen muss. Und auch das hat sich die Stadt auf die Fahnen geschrieben: Bei allen ihren kulturellen Veranstaltungen werde es künftig eine Gasse bzw. ausreichend Platz in Bühnennähe für Rollstuhlfahrer geben. Ein Anfang, denn es gibt noch einiges, was den Alltag nicht gerade erleichtere. Was nicht in der Verantwortung der Stadt liege werde an die Betreffenden weitergeben.

Die Awo hatte im Rahmen der Aktion Mensch dieses Projekt organisiert, das Perleberger Bündnis für Familie und die Behindertenbeauftragte des Landkreises Angelika Hahn klinkten sich mit ein. Unterm Strich eine gelungene Sache mit ersten positiven Nachwirkungen.

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