Protest der Perleberger : Fällung der Eiben ausgesetzt

Etliche Perleberger drückten mit der Unterschrift ihren Protest aus.
Etliche Perleberger drückten mit der Unterschrift ihren Protest aus.

Verwaltung: Stadtverordnetenversammlung soll über Beschluss abstimmen

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06. Februar 2014, 22:00 Uhr

Der Erhalt der Eiben auf dem Marienplatz ist weiterhin das Thema. Per E-Mail sandte Dr. Alfred Schwandt aus Plattenburg gestern eine Petition. Die Initiativgruppe zum Erhalt der Bäume, zu der Peter Krips, Alfred Schwandt, Gisela Freimark, Dietrich Leinberger und Hans-Joachim Koepp gehören, übergab sie am Nachmittag Bürgermeister Fred Fischer. In jener betonen die Teilnehmer der Veranstaltung am Mittwoch auf dem Marienplatz, dass sie mit dem bereits verabschiedeten Beschluss nicht einverstanden sind und seine Rücknahme verlangen sowie, dass Aufträge zur Fällung der Eiben gestoppt werden.

Wörtlich heißt es unter anderem in dem Schreiben: „Die beiden etwa sechzigjährigen Eiben sind gesund und lassen noch eine lange Lebensdauer erwarten. Die beiden Bäume beeinträchtigen die Sicht auf das Denkmal nur unwesentlich, sondern steigern im Gegenteil die Wirkung der Gesamtanlage in einer für das Denkmal förderlichen Weise. Es ist nicht einzusehen, weshalb zwei Bäume, die in dieser Qualität innerhalb eines geschlossenen Straßenbildes als einmalig gelten dürfen … durch Neupflanzungen ersetzt werden sollen.“

Bürgermeister Fred Fischer betonte, dass man die Meinungen der Bürger überaus ernst nehme. Auch wenn es rechtlich gesehen nichts zu beanstanden gäbe, der Hauptausschuss als beschließendes Gremium mehrheitlich eine Entscheidung getroffen habe, offerierte er der Initiativgruppe einen Vorschlag. Danach soll der Beschluss nun auch noch in die Stadtverordnetenversammlung am 20. Februar, um so die Entscheidung auf noch breitere Schultern zu verteilen.

„Bis dahin wird die Fällung ausgesetzt“, bestätigt auf Nachfrage Peter Krips. „Wir haben dadurch Zeit gewonnen. Nutzen wollen wir sie, um uns einzubringen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Weitere Unterschriften werden wir aber nicht mehr sammeln, doch alle, die unterschrieben haben, und das sind sehr viele, werden eine Antwort bekommen.“


Erhalt der Bäume am jetzigen Standort


Im Beschluss, der in der Stadtverordnetenversammlung durch den Bürgermeister auf die Tagesordnung kommt, gehe es nur um die Eiben an ihrem jetzigen Standort, so Krips. Die Planung zur Umgestaltung des Platzes soll entsprechend angepasst werden. Die Stadtverordneten haben so dann darüber zu entscheiden, ob sie dem folgen oder ob der Beschluss des Hauptausschusses weiter Bestand hat. Eine Umsetzung der 60-jährigen Eiben, was beispielsweise auch Matthias Sommer in seiner Mail an den „Prignitzer“ als Kompromiss vorschlug, komme nicht in Frage. Sommer bezieht sich auf die Aussagen des Landschaftsgärtners Ralf Haetzer, dass ein solches Unterfangen durchaus möglich sei.


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