25. Stadt- und Hafenfest in Wittenberge : Facettenreiches Jubiläum

„Wir lieben Schlager“: So bald die „Prignitzfabrik – Die Band“ am Samstagabend auf der Bühne stand, sangen und tanzten Mandy und Jutta Maikowski sowie Nicole Schöttler aus Schwerin und Wittenberge mit und warteten natürlich auf den Auftritt von Jürgen Drews. Fotos: Martina Kasprzak
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„Wir lieben Schlager“: So bald die „Prignitzfabrik – Die Band“ am Samstagabend auf der Bühne stand, sangen und tanzten Mandy und Jutta Maikowski sowie Nicole Schöttler aus Schwerin und Wittenberge mit und warteten natürlich auf den Auftritt von Jürgen Drews. Fotos: Martina Kasprzak

Arbeitsgruppe von Ehrenamtlern stellte gelungene Mischung aus Spaß, Unterhaltung und Kultur zusammen

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23. August 2015, 22:00 Uhr

Tausende Wittenberger und ihre Gäste bewiesen am Sonnabend Stehvermögen. Wie es sich gehört, muss eine „Silberhochzeit“ gebührend gefeiert werden. Und das wurde das 25. Wittenberger Stadt- und Hafenfest. „Ich bin schon seit dem Vormittag hier unterwegs und heute Abend gehe ich noch zum Hafen“, erzählte fröhlich Anja Kuschel, die am späten Nachmittag in der langen Schlange mit hunderten Gleichgesinnten vorm Kulturhaus anstand, um ein Autogramm von TV-Star Jörn Schlönvoigt zu ergattern.

Noch bevor der offizielle Startschuss durch den Salut der Schützengilde 1582 Wittenberge e. V. und Bürgermeister Dr. Oliver Hermann fiel, schoben sich schon die Besucher die Bahnstraße zum Flanieren rauf und runter. „Es ist ein tolles Angebot und viel schöne Musik dabei“, meinte Familie Wendt aus Rohlsdorf. In der Tat, was die Arbeitsgruppe aus Ehrenamtlern mit ihrem Chef Hartmut Steinke auf die Beine gestellt hatte, bot aufgrund des Facettenreichtums für jeden etwas.

„Es ist eine schöne Stadt und ich hätte nicht gedacht, dass hier so viel los ist“, war Obermaat Vitali Friesen von der U-Bootbesatzung Alpha angetan. Im Gegensatz zu ihm war sein Chef und Korvettenkapitän Stephan Pfeiffer bereits in den Jahren zuvor schon mal beim Stadt- und Hafenfest in Wittenberge. Denn die Stadt hat auch zu den Eckernfördern eine Partnerschaft. „Man kennt schon viele Leute und ich freute mich darauf, sie wiederzusehen“, so Pfeiffer.

Riesenandrang herrschte bereits kurz nach 11 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr Wittenberge. Die Leute standen teils mit Töpfen bewaffnet Schlange. Jeder wollte etwas vom traditionellen Eintopf abbekommen. „Wir haben zwei Gulaschkanonen dabei mit etwa 720 Portionen. Ich denke mal in eineinhalb Stunden sind wir die los“, meinte Norbert Bories, der fleißig die Suppenkelle schwang. Nach gut einer Stunde waren die Gulaschkanonen leer gefegt. Doch die Feuerwehr hatte noch mehr im Angebot. Die Kameraden führten unter anderem ihre neueste Technik vor: Schneid- und Spreizgeräte und das erst in diesem Jahr in den Dienst gestellte HLF 20, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, wie Norman Rauth erläuterte.

Und auf der Bühne am Kultur- und Festspielhaus gaben sich die Künstler von vormittags bis zum frühen Abend sprichwörtlich „die Klinke in die Hand“. Auf den Bänken drängelten sich die Besucher die ganzen Stunden. Wer nicht zeitig da gewesen war, hatte kaum eine Chance.

Während in der Innenstadt auf dem Markt- und Bismarckplatz kräftig gefeiert wurde, ging es am Nedwighafen mit der Vorbereitung in die Vollen: Soundcheck der „Prignitzfabrik – Die Band“ und Jürgen Drews sowie Aufbau der leuchtenden Fontänen der Soltauer Feuerwehrkameraden und des „Pyromusical“ (Höhenfeuerwerk) durch das Potsdamer Feuerwerk. „Wir haben etwa einen Kilometer Kabel, 100 Kometen, große und kleine Feuerwerksbatterien dabei. Wir sind seit dem Vormittag dabei, alles aufzubauen“, erklärte am Nachmittag Steffen Müller vom Potsdam Feuerwerk, der zusammen mit Manja Emmrich für das gute Gelingen am Abend verantwortlich war. Und es war eine gelungene Show, die 10 Minuten dauerte. Zuvor präsentierte die Soltauer Feuerwehr über eine halbe Stunde ihre sagenhafte und von Tausenden Besuchern begeistert erwartete Fontänenshow. Der Nedwighafen tauchte nach Einbruch der Dunkelheit in eine farbenprächtige Kulisse ein.

Und die Soltauer Kameraden hatten sich noch etwas Besonderes einfallen lassen: Eigens für den gesundheitlich angeschlagenen Karl-Heinz Straßburg, der jahrelang in der Arbeitsgruppe Stadt- und Hafenfest wirkte und der auch die Soltauer mit ihrer Show seinerzeit erstmals nach Wittenberge holte, brachten sie eine Fontänepräsentation zum Titel „Alte Kameraden“.

Dann betrat Jürgen Drews die Showbühne…

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