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Shoppen : Experiment gelungen: Trubel in der Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Verkaufsoffener Sonntag lockt Kunden an. Terminverschiebung stellt sich als richtige Entscheidung heraus

von
erstellt am 11.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Vielleicht war es der Sonnenschein, vielleicht der Termin oder auch beides zusammen. In jedem Fall war die Wittenberger Innenstadt gestern belebt. In Bahn- und Wilhelmstraße hatten ab 14 Uhr die Einzelhändler ihre Türen geöffnet und mussten auf Kundschaft nicht lange warten.

„Wir hätten sogar schon eine Stunde früher öffnen können, so viele Menschen waren unterwegs“, sagt Heike Bayer, die ein Modegeschäft betreibt. Anfangs hatte sie noch die Sorge, dass ein offener Baumarkt am Stadtrand die Kunden an sich zieht, aber das war offensichtlich nicht der Fall. „Der Perleberger Spielmannszug zum Auftakt, nachher kommen die Alpakas, für die Kinder Eis, Zuckerwatte und Karussell – das reicht doch“, meinte Heike Bayer.

Ihre Kundin Anja Kintra stimmt zu. Zusammen mit ihren Freundinnen Kerstin Kitzing und Steffi Lühr sucht sie ein passendes Kleid für eine Hochzeitsfeier. „Wäre heute nicht offen, würden wir zusammen nicht shoppen gehen.“ So aber sei es ein schöner Abschluss des gemeinsamen Wochenendes, meinen die Frauen.

Wo es Kaffee und Kuchen gibt, ist kaum ein Platz frei. Das Eis lassen sich Kinder und Erwachsene schmecken. Ein Wittenberger Autohaus präsentiert aktuelle Modelle, eine Krankenkasse informiert über ihre Angebote und in der Wilhelmstraße kann zusammen mit einem Buch für den heimischen Leseabend gleich noch der Wein dazu gekauft werden.

Veranstalter des verkaufsoffenen Sonntags ist der Wittenberger Interessenring (WIR). Bisher fand dieser Tag stets am Ostersonnabend statt. „Doch das wurde nicht so richtig angenommen, die Umsätze waren zu gering“, sagt Birgit Runge, Optikermeisterin und Mitglied im WIR-Vorstand. Schon im vergangenen Jahr habe man daher überlegt, einen anderen Termin zu wählen. „Aber wir haben uns nicht getraut“, sagt Birgit Runge. Anders in diesem Jahr. Ostern war sehr früh, das habe die Entscheidung erleichtert. „Gespannt waren wir trotzdem“, so Runge. Aber schon nach dem Startschuss stand für sie fest: „Das ist wirklich ein Erfolg, die Kunden nehmen das Angebot wahr.“ Gewiss werde man den Tag noch abschließend auswerten müssen, aber eine Wiederholung sei wahrscheinlich.

Darauf hoffen auch Christiane und Thomas Sajonz. Sie sind aus Breese gekommen. „Am Sonntag hat man doch viel mehr Ruhe und Zeit, muss nicht vor oder nach der Arbeit schnell zum Einkaufen hetzen“, sagen sie.

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