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Der Prignitzer

18. November 2017 | 11:38 Uhr

Europa sucht pfiffige Ideen für Speicher

vom

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2013 | 09:44 Uhr

Wittenberge | Die Stadt beteiligt sich am größten europäischen Ideenwettbewerb für junge Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner Europan. Gesucht werden pfiffige Ideen für das Areal zwischen Zollstraße, Bad Wilsnacker und Wasserkante bis ’ran zur Ölmühle, sagt Wittenberges stellvertretende Bauamtsleiterin Petra Lüdtke. Im Mittelpunkt des Quartiers erheben sich am alten Stadthafen die drei großen Speicher, die als Silobehälter ausgedient haben. Was kann und was soll sich künftig in den Denkmalgebäuden abspielen? Welche Entwicklungschancen sehen Fachleute für das Quartier rund der monumentalen Denkmalgebäude? Welche Möglichkeiten gibt es, das Areal in die Innenstadt einzubinden?

Die Kommune setzt nicht auf irgendwelche Antworten. Wittenberge hofft auf das Besondere. Deshalb machten sich auch Bauamtsleiter Martin Hahn und seine Stellvertreterin Petra Lüdtke auf den Weg ins schwedische Malmö. Dort trafen sie Gleichgesinnte: Kommunen, die für schwierige Stadträume Partner suchen, die innovative Lösungen entwickeln. "15 Länder waren in Malmö vertreten. 50 Standorte wurden vorgestellt", sagt Petra Lüdtke. Bedeutende Städte wie Wien, Budapest, München, Nürnberg waren dabei. Trotzdem: Das kleine Wittenberge konnte sich behaupten. "Wir müssen sagen, wir sind sehr gut angekommen, haben ja auch eine tolle Landschaft und tolle Gebäude präsentieren können. Die Aufgabe ist - gemessen beispielsweise an den riesigen ungenutzten Militärstandorten, die andere vorstellten- überschaubar", sagt die stellvertretende Bauamtsleiterin.

Dass die beiden Wittenberger in Malmö punkten konnten, ist sehr wichtig. Denn die europäischen Architekten und Planer sind frei in ihrer Entscheidung, welchem Projekt sie sich zuwenden. "Wir werden bald sehen, wie groß das Interesse ist", sagt Lüdtke. Im April findet hier in der Stadt ein sogenanntes Rückfragekolloquium mit Besichtigung des Standortes statt. Dann lässt sich schon deutlich mehr über die Beteiligung der Architekten sagen.

Wenige Monate später sollen die Wettbewerbsvorschläge vorliegen, über die dann eine Fachjury und auch Leute hier aus der Stadt befinden. Die Chancen, dass Projekte aus dem Europanwettbewerb gefördert umgesetzt werden, sind erfahrungsgemäß recht groß.

Ideenwettbewerb für Städtebau und Architektur

• Europan will Kenntnisse und Überlegungen im Bereich des Wohnungs- und Städtebaus vertiefen und den Ideenaustausch zwischen Ländern Europas fördern, um auf eine größere Aufgeschlossenheit und Zusammenarbeit im heutigen Europa hinzuwirken.
• Europan will jungen Architekten in Europa helfen, ihre Ideen zu entwickeln und auf europäischer und internationaler Ebene bekannt zu machen.
• Europan unterstützt Städte und Städteplaner, die Standorte angeboten haben, innovationsreiche architektonische und urbanistische Lösungen zu finden.
• Europan fördert den experimentellen Wohnungsbau und die Entwicklung innovativer städtebaulicher Verfahren.
•Europan veranstaltet Architekturwettbewerbe mit anschließender Realisierung, die mit neuen urbanen Lebensformen, Wohnungsbau, Architektur und Städtebau experimentieren. (Quelle: Bundesarchitektenkammer e.V. )

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