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Prignitz will wieder in die EU-Förderung : EU-Förderung geht in neue Runde

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Landkreis Prignitz bewirbt sich wieder als Region um Gelder aus dem ELER-Topf / Termine für öffentliche Workshops stehen fest

In den Genuss von Fördermitteln der Europäischen Union soll der Landkreis Prignitz auch in der gerade begonnenen neuen EU-Förderperiode – 2014 bis 2020 – kommen. Um die Aktivitäten anzuschieben, kam vorgestern der erweiterte Beirat des Vereins Regionalförderung Prignitzland e. V. in der Geschäftsstelle des Vereins in Pritzwalk zusammen. Mit dabei auch Sabina Slapa und Nadine Ranft vom Berliner Planungsbüro „dieraumplaner“. Ihre Aufgabe ist es, gemeinsame mit lokalen Akteuren eine aussichtsreiche Bewerbung der Prignitz zu gestalten. Das Ganze nennt sich „Regionale Entwicklungsstrategie“ (RES). Die Unterlagen müssen bis zum 31. Mai dieses Jahres eingereicht werden. Die Festlegung der förderungswürdigen brandenburgischen Regionen erfolgt nämlich in Form eines Wettbewerbes, zu dem das Potsdamer Infrastrukturministerium im November vergangenen Jahres aufgerufen hatte. 15 Regionen sollen unter dem Strich ausgewählt werden. „In der zurückliegenden Förderperiode gab es 14 brandenburgische Regionen“, macht Heike Zellmer deutlich und erinnert daran, dass es auch vor sieben Jahren einen ähnlichen Wettbewerb gegeben habe.

Was abstrakt und zunächst sehr theoretische klingt, erbrachte von 2007 bis 2013 im Landkreis ein Investitionsvolumen von knapp 40 Millionen Euro, davon waren rund 19 Millionen Euro Fördermittel, seinerzeit noch aus den EU-Töpfen „Leader“ und „ILE“. Zum Leben erweckt wurde damit eine Vielzahl von Ideen – von der Moorscheune Boberow über das Bauerncafé in Hinzdorf, den kleine Einkaufsmarkt in Groß Pankow bis hin zur Sommerrodelbahn in Groß Woltersdorf, dem Prignitzer Landmarkt in Weisen oder der aktuell noch laufenden Knotenpunkt-Radwegweisung. Die Reihe der Beispiele ließe sich noch lange fortsetzen.

Das zentrale Instrument zur Entwicklungsförderung auf dem Lande heißt jetzt „ELER“ (Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums). Darin sind die unterschiedlichen Fonds und Programme der vergangenen Förderperioden nun zusammengefasst. Die Prignitz möchte natürlich gern an die erfolgreiche erste Förderperiode anknüpfen. „Das geht nur mit den Menschen vor Ort“, betonen Sabine Slapa und Heike Zellmer. Zu den für den 17. Februar, 10. sowie 24. März anberaumten Workshops (jeweils 16.30 bis 19 Uhr in der Perleberger Kreisverwaltung, Berliner Straße 49) und zur öffentlichen Abschlussveranstaltung am 5. Mai „sollen alle kommen, der Saal soll voll sein“, wünscht sich Heike Zellmer.

Was die konkreten Projektideen angeht, so werde künftig der Fokus stärker auf der Verflechtung zwischen ländlichen und städtischen Gebieten und auf der Ausgestaltung von Partnerschaften liegen. Themen sind die Grund- und Daseinsversorgung, die regionale Wertschöpfung und die Lebensqualität. Außerdem ist ein aktiver Umgang mit den Herausforderungen der demografischen Entwicklung gewünscht. Themen, wie die Umsetzung der Energiewende, die Verbesserung der Breitbandinfrastruktur und Schutz der Biodiversität, spielen ebenso eine Rolle, wie z. B. auch kleine Infrastrukturen, die man für Tourismus und Freizeit schaffen bzw. verbessern kann. Wer also Ideen hat – Einzelpersonen, Gemeinschaften, Vereine, Institutionen, Betriebe – sollte sich die genannten Workshop-Termine vormerken, kann sich aber auch unabhängig davon an die Regionalförderung Prignitzland e. V., Tel. 03395/700836, E-Mail: h.zellmer.lag@freenet.de wenden. Auf der Internetseite www.leader-prignitz.eu sollen alle Informationen und Termine zum Thema in Kürze auch online verfügbar sein.



 

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erstellt am 29.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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