Galerie des Kulturhauses präsentiert über 80 tolle Fotos : Es macht wieder „Klick“

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Kreativ, spannend, ungewöhnlich, so die Motive beim gemeinsamen Fotowettbewerb von Kulturhaus und „Prignitzer“.

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14. August 2016, 22:00 Uhr

Mit über 80 Bildern beteiligen sich 29 Fotofreunde aus der Prignitz und darüber hinaus an der diesjährigen Ausstellung „Klick – Momente im Fokus der Kamera“ im elbestädtischen Kultur- und Festspielhaus. Ein beeindruckendes Ergebnis und das wahrlich nicht allein wegen der Zahlen, sondern vor allem auch wegen der Bandbreite der Motive in den drei Kategorien Natur, Mensch, Kreativ, mit denen sich die Leuter hinter der Kamera ausdrücken.

Das Management des Kultur- und Festspielhauses hat die Fotoschau, die mit einem Wettbewerb verbunden ist, im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem „Prignitzer“ ins Leben gerufen. Anders als beim Vorgängerwettbewerb des Kulturbundes ist das Thema nicht regional gefasst. Das lässt den Fotografen andere Spielräume. Die Beteiligung im vergangenen Jahr war so groß, dass die Anzahl der Einsendungen in diesem Jahr auf drei pro Bildautor beschränkt war.

„Damit können wir dieses Mal bis auf technisch bedingte Ausnahmen alle Aufnahmen zeigen“, freute sich Petra Luft vom Kultur- und Festspielhaus bei der Eröffnung am Samstag. „Prignitzer“-Redakteur Reik Anton hob die beeindruckende Kreativität hervor. Eine Jury musste ihre Wahl treffen. Unabhängig und unbeeinflusst davon, kann jeder Besucher der Schau, die bis Anfang November zu sehen ist, sein Lieblingsbild küren. .

Glücklicher Sieger in der Kategorie Natur ist Matthias Reimer. Der junge Mann ist hier in der Region vor allem noch als Maler mit Spraydosen bzw. Graffitimaler bekannt. Nach der Geburt seines Sohnes habe er öfter eine Kamera in die Hand genommen, daraus erwuchs seine neue Leidenschaft, erzählt Reimer. Jetzt sei er sogar häufig zu ungewöhnlichen Zeiten unterwegs, findet am Himmel seine Motive.

Sehr irdisch ist das Foto, mit dem die junge Perlebergerin Anica Siewert in der Kategorie Mensch den 1. Platz belegte, nach dem sie bereits im vergangenen Jahr zu den Siegern zählte. Die Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt einen jungen Mann in einem fast leeren Raum. Das Foto wirkt besondes in dem Spannungsfeld zwischen Raumarchitektur und dem Menschen. Gern würde sie, so Anica Siewert, die Fotografie auch zu ihrem Beruf machen. Derzeit ist sie aber noch ein seit vielen Jahren geliebtes Hobby.

„Wo ist denn Paul? – Der spielt draußen mit seinem Bagger!“, hat Jörg Matthée sein Siegerfoto in der Kategorie Kreativ betitelt. Das klingt beim ersten Lesen lustig, hat aber einen tieferen Sinn. Denn der Bagger auf Matthées Bild ist dabei, ein altes Fachwerkhaus abzubrechen. Jörg Matthée hat sein Motiv in Breese entdeckt. Es habe ihn berührt, dass dieses Stück Geschichte verschwinden wird, selbst wenn es nicht mehr zu retten war, sagt der Fotograf. Um Historie zu verdeutlichen, hat Jörg Matthée in eines der Fenster ein unverkennbar altes Bild montiert. Es zeigt ein Großmütterchen mit Enkeln.

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