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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 16:36 Uhr

"Es hat wieder gut geschmeckt"

vom

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erstellt am 18.Okt.2012 | 09:28 Uhr

Bad Wilsnack | Essen aus der Kantine genießt nicht unbedingt einen guten Ruf, doch seit der durch verseuchte Erdbeeren ausgelösten Brechdurchfall-Epidemie stehen die Versorgungsbetriebe von Schul- und Kitaküchen stärker im Fokus als sonst. Eltern sind sensibilisiert. Unsere Redaktion informierte sich über Herkunft und Qualität des Essens in Prignitzer Einrichtungen und präsentiert die Ergebnisse in einer neuen Serie.

Wenn ein Catering unternehmen "Schlemmerort" heißt, wird man es wohl kaum mit den gerade verklungenen Schlagzeilen in Verbindung bringen. Das heißt jedoch nicht, dass sich die Essensversorger nicht auch hier Gedanken zu diesem Thema und zu den aktuellen Geschehnissen machen. "Man steckt einfach nicht drin. Und letztendlich kennt man auch nicht alle Teile der Lieferkette so genau, dass das zu hundert Prozent auszuschließen ist", kommentiert Claudia Hildebrandt die Erkrankungswelle, die in Ostdeutschland rund 10 000 Kinder, Jugendliche und Erzieher erfasste. 2013 geht sie mit ihrem "Schlemmerort" ins zehnte Geschäftsjahr. Neben vielen Privatabnehmern beliefert auch ihr Unternehmen Kindergärten. "Wir kochen seit acht Jahren für die Kitas in Legde und Rühstädt", sagt Claudia Hildebrandt. Das läuft bestens, wie Martina Schossner von der Kita "Klapperstorch" in Rühstädt versichert. "Kinder und Eltern sind zufrieden mit Qualität und Menge der Speisen", sagt sie. 1,80 Euro kostet eine Mittagessens portion für die Kinder - genauso wie in der evangelischen Kita in Bad Wilsnack. Diese Einrichtung wird von der Curatec GmbH, einer Tochtergesellschaft der KMG, beliefert. "Wir haben sogar Wahlessen und spezielle Angebote für Allergiker", erläutert Kita-Leiterin Heike Muxfeld. Das Essen sei schmackhaft und gut temperiert.

Wenig zu meckern gibt es auch beim Mittagessen in den kommunalen Einrichtungen des Amtsgebietes. Versorger ist hier die Firma Prignitz Menü aus Perleberg, wie Sigrid Fritz von der Amtsverwaltung informiert. "Wir sind schon länger Vertragspartener, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut", bestätigt Birgit Michelis, Leiterin der Kita "Sonnenschein" in Bad Wilsnack. Bei Problemen stimme man sich auf kurzem Wege telefonisch ab. Die Elternmeinung zum Thema Mittagessen wurde 2011 explizit abgefragt. 1,45 Euro müssen pro Portion bezahlt werden. "Wir sind zufrieden", sagt Birgit Michelis, wenngleich sie - und nicht nur sie - eine eigene Kita-Küche als Optimum betrachtet. Damit jedoch kann keine Schule oder Kita im Amt aufwarten.

Für Claudia Hildebrandt und "ihre" Sprösslinge, die sie gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen versorgt, ist das Kochen für die Kitas etwas Besonderes. Denn nicht selten komme es vor, dass die Steppkes beim "Schlemmerort" nach dem Essen anrufen und in den Telefonhörer rufen: "Es hat wieder gut geschmeckt!" Einen schöneren Dank für ihre Arbeit könne sie sich nicht vorstellen.

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