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Der Prignitzer

22. November 2017 | 06:51 Uhr

Modemuseum Meyenburg : Es geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kulturstiftung, Land und der noch zu gründende Trägerverein kaufen Teil der Privatsammlung / Josefine von Krepl hängt ein paar Monate dran

von
erstellt am 07.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Noch vor fast genau einem Monat titelte der „Prignitzer“: Modemuseum: Wie geht es weiter? Seit kurzem steht fest: Es geht weiter.

Nach der Ankündigung von Josefine Edle von Krepl, Museumsbetreiberin und Besitzerin einer der weltweit größten Privatsammlungen historischer Kleidungsstücke und Accessoires, die vergangenes Jahr 70 wurde, sich Ende 2014 zurückzuziehen, wurde monatelang an einer Lösung für die Übernahme von Teilen der Privatsammlung sowie für die Leitung des Museums gearbeitet. Dass es in dieser bzw. in einer ähnlichen Form weitergehen soll, darin waren sich Josefine von Krepl, Amt und Stadt Meyenburg – der Stadt gehört das Schloss – sowie die Kulturstiftung der Länder und auch das Land Brandenburg einig. Inzwischen ist klar, dass sich Kulturstiftung und Land jeweils zu einem Drittel an der Finanzierung des Ankaufs von Exponaten aus der Sammlung von Krepls beteiligen. Das dritte Drittel soll der noch zu gründende Trägerverein über Sponsoren einwerben. Der Vertragsentwurf befinde sich noch in der Bearbeitung, so von Krepl gestern auf Nachfrage des „Prignitzers“. Bis Ende Mai fungiert Josefine von Krepl zudem noch als Museumschefin. Der Trägerverein soll dann einen neuen Leiter bestimmen. Ziel sei es auch, die drei fest angestellten Mitarbeiter im Modemuseum weiterzubeschäftigen. „Ohne sie würde es gar nicht laufen. Sie sind ein eingespieltes Team, haben sich spezialisiert“, sagt Josefine von Krepl.

Neben dem Trägerverein soll der Förderverein Modemuseum Schloss Meyenburg e. V. weiterhin bestehen bleiben, sich um Sonderschauen und Veranstaltungen kümmern. In der Jahreshauptversammlung Ende Januar werde man sich über die Termine für 2015 verständigen, so von Krepl, Vorsitzende des Fördervereins.

Zum Umfang der angekauften Exponate verrät die Besitzerin: „Es ist etwa noch einmal so viel, wie man in der Dauerausstellung sehen kann.“ Das Wenigste sei Alltagsmode, wie sie mit einem Bedauern im Unterton feststellt. Insgesamt sei es nur ein sehr kleiner Teil ihrer umfangreichen Sammlung. Der ungleich größere Teil befinde sich noch immer in ihrem Besitz, ist in Depots eingelagert. Eine andere Nutzung als die museale, zum Beispiel für Sonderschauen, ist für die Sammlerin inakzeptabel. „Ich könnte schon morgen ein neues Museum komplett damit einrichten und ausstatten“, beschreibt Josefine von Krepl den materiellen Umfang ihrer Privatsammlung. Ideell wurde er von Experten bereits als eine der größten und komplettesten weltweit eingestuft. Was künftig mit diesen textilen Exponaten geschehen wird? „Gute Frage …“, sagt Josefine von Krepl.

Für den Fortbestand des Meyenburger Modemuseums angeht, das seit der Eröffnung im Juni 2006 bereits rund 100  000 Besucher zählte, ist die Basis gelegt. Zu den bislang mehr als 90 Veranstaltungen und knapp 70 Sonderschauen werden sich weitere hinzu gesellen. Geöffnet ist das Modemuseums dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr.  

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