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Nach Großbrand in Wittenberge : Es geht voran bei Austrotherm

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach dem Großbrand blickt Geschäftsführer Lars Peter zuversichtlich in die Zukunft. Unternehmen hält am Standort fest

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erstellt am 22.Okt.2016 | 05:00 Uhr

Es sieht wieder sehr aufgeräumt aus auf dem Gelände von Austrotherm im Hirtenweg. Doch Verformungen an einigen Hallentoren zeugen noch von dem Großbrand, den ein Blitzeinschlag Ende Juli ausgelöst hatte. Am deutlichsten zu erkennen sind die Nachwirkungen aber auf dem Außengelände. Wo einst tausende Dämmstoffplatten zwischenlagerten, herrscht jetzt Leere.

Der Qualm zog nicht über die Stadt und war laut einer Analyse nicht gesundheitsgefährdend. Foto: Archiv
Der Qualm zog nicht über die Stadt und war laut einer Analyse nicht gesundheitsgefährdend. Foto: Archiv
Trotzdem steht die Firma gut da. „Die Produktion ist wieder voll hochgefahren. Das war schon zwei Tage nach dem Unfall so“, erklärt Lars Peter, Geschäftsführer der hiesigen Austrotherm-Niederlassung, gegenüber dem „Prignitzer“. Dennoch konnten nicht alle Kunden zu den abgesprochenen Terminen beliefert werden. „Glücklicherweise hatten wir den Lagerbestand in Österreich zur Verfügung, so dass die Verzögerungen nicht zu gravierend waren.“ Gut 15 000 Quadratmeter des Firmengeländes waren letztlich von dem Großbrand betroffen, der Schaden geht in die Millionen. „Die Mengen an Waren, die zerstört wurden, tun uns natürlich weh“, sagt Lars Peter. Nachproduziert können die Platten nicht werden, da das Werk hundertprozentig ausgelastet ist. „Um den Verlust reinzuholen, müssten wir 26 Stunden am Tag arbeiten.“ Geplant ist aber, über die etwas ruhigere Weihnachtszeit zumindest einen Teil nachzuproduzieren. „Wir werden unsere Feiertagspause wahrscheinlich verkürzen“, so Peter.

Von der Belegschaft wurde bei dem Feuer niemand verletzt. Der Schock über das Unglück habe den 49 Mitarbeitern natürlich noch einige Tage in den Gliedern gesteckt, erzählt der Chef. Er betont, dass der Konzern mit Hauptsitz in Österreich an dem Standort festhält. Selbst wenn die Produktionshalle damals beschädigt oder zerstört worden wäre. „Es gibt ein klares Bekenntnis zu Wittenberge.“ Mittlerweile scheint wieder Normalität eingezogen zu sein. In einem Bereich des Firmengeländes warten einige große Säcke mit Überresten der Dämmstoffplatten auf ihren Abtransport. „Das ist in Absprache mit den Behörden aber geregelt“, so Lars Peter. Die Versicherung übernimmt die Kosten für die Schadensbeseitigung.

Welche Lehren zieht das Unternehmen aus dem Unglück? „Wir werden unser Brandschutzkonzept überprüfen, auch in Hinblick auf andere Werke.“ Die Firma hält spezielle Löschmittel vor, was den Feuerwehrmännern auch geholfen habe, so Peter. „Aber dieses Ausmaß war einfach zu groß.“ In den kommenden Wochen soll es noch ein Gespräch mit Feuerwehr und Ordnungsamt geben.

 

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