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Kinderparlament Wiitenberge : Es geht international zu

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Kinder aus sechs Ländern arbeiten in der Montessori-Schule an einem gemeinsamen Projekt zum Glücklichsein beim Lernen

von
erstellt am 12.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Zu einem kleinen Kinderparlament, aber auch zu einem Theater wird derzeit die IBiS-Grundschule „Maria Montessori“ umfunktioniert. Grund dafür ist das Projekt „Happiness in Lifelong Learning“, das über das EU-Austauschprogramm Erasmus organisiert und finanziert wird.

25 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren und 19 Erwachsene gastieren in Wittenberge. Die Lehrer wohnen in einem Hotel, Familien einiger Montessorischüler beherbergen die Gastkinder. Diese kommen aus Großbritannien, Dänemark, Türkei, Portugal, Griechenland und Slowenien. Natürlich sind auch Montessori-Schüler bei der Themenwoche mit von der Partie. „Das Projekt ,Happiness in Lifelong Learning’ wurde vor über einem Jahr geboren. Seitdem arbeiten wir mit anderen europäischen Schulen daran“, erklärt Peter Awe, Leiter der Montessori-Grundschule.

Grundidee ist, dass innerhalb eines Projektes sich die teilnehmenden Schulen mit Delegationen gegenseitig besuchen und an dem jeweiligen Thema arbeiten. Der Abschluss von „Happiness in Lifelong Learning“ soll im Mai in Slowenien stattfinden, vorher steht im März eine Reise in die Türkei auf dem Plan – eigentlich. „Die Lage ist durch die Anschläge in dem Land sehr angespannt. Es ist nicht klar, ob wir dorthin fahren werden“, so Peter Awe, der in dieser Hinsicht eher skeptisch ist. In das Projekt fließen rund 24 000 Euro EU-Mittel über die zwei Jahre. Das Netzwerk der Bildungseinrichtungen entstand über eine spezielle Internetplattform, über die sich Schulen zu Projekten und deren Umsetzung austauschen können.

Das Themenfeld „Freude an lebenslangem Lernen“ ist weit gefächert, deswegen fanden und finden in dieser Woche verschiedene Teilprojekte statt. Im Kinderparlament wurde gestern debattiert, was der beste Weg zum Lernen ist oder wie längere Pausen zum Wohlbefinden der Schüler beitragen. In einem Theaterstück, das die Kinder gestern Abend vor Eltern, Schülern und Lehrern aufführten, wurden diese Aspekte kreativ dargestellt. Passend dazu entwarf eine Kunstgruppe die Kulissen. Gesprochen wird ausschließlich Englisch. „Ich finde dieses Projekt sehr spannend und es macht Spaß“, meint Leni. Bei der Zwölfjährigen zuhause wohnen derzeit drei portugiesische Kinder. „Ich war auch schon über das Programm in Portugal und habe Freundschaften geschlossen“, berichtet Leni. Julie ist 14 Jahre alt und kommt aus Dänemark. Sie ist zum ersten Mal geflogen und findet die Atmosphäre „ein bisschen wie in einer Familie“. Beide machten gestern in der Theatergruppe mit. In einem anderen Raum saßen die Mitglieder der Kunstgruppe über den Kulissenentwürfen fürs Theaterstück. „Wir haben uns beraten, was die Schüler für ein gutes Lernen wichtig finden. Viele ausländische Kinder wünschen sich mehr Unterrichtsmaterialien“, fasst Paul (13) einige Aspekte aus dem Kinderparlament zusammen. Der 13-jährige Jannes ergänzt: „Lernen im Freien finde ich gut. Wir gehen im Sommer auch mal raus.“ Am Ende des Projektes soll ein Katalog Auskunft darüber geben, was zum Glücklichsein in der Schule beiträgt.  

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