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40 Millionen Euro für Gewerbegebiet : Erster Spatenstich für Millionenprojekt

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Auf einem 114.000 Quadratmeter großen Areal lässt der Dämmstoffspezialist sein erstes Werk in Deutschland errichten. Die österreichische Firma Austrotherm investiert im Gewerbe- und Industriegebiet an der B 189 in Wittenberge 40 Millionen Euro.

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erstellt am 13.Dez.2012 | 09:18 Uhr

Wittenberge | Sechs rosafarbene Spaten im weißen Schnee: Die österreichische Firma Austrotherm investiert im Gewerbe- und Industriegebiet an der B 189 in Wittenberge 40 Millionen Euro. Auf einem 114 000 Quadratmeter großen Areal lässt der Dämmstoffspezialist sein erstes Werk in Deutschland errichten. Bereits Ende des kommenden Jahres sollen die ersten wasser- und druckresistenten XPS-Dämmstoffplatten die Werkshalle verlassen, sagte gestern Austrotherm-Geschäftsführer Gerald Prinzhorn. Die Dämmstoffplatten sind rosafarben, also lag es auf der Hand, für den symbolischen ersten Spatenstich Werkzeug aus eben diesem Material und in dieser Farbe zu wählen.

Dem symbolischen Baubeginn wird umgehend der praktische folgen. "Wir haben keine Zeit zu verschenken. Jeder Tag zählt für uns. In zehn Monaten muss das Werk stehen", sagte Josef Unger auf Redaktionsnachfrage. Die Unger Steel Group ist der Generalunternehmer für das Projekt. Ungers Worten zufolge will man auch Firmen aus der Region mit einbinden.

Bezeichnend für das Tempo, mit dem alle Beteiligten die Investition vorantreiben bzw. bisher vorangetrieben haben, war sicher auch, dass Landrat Hans Lange nur Sekunden vor besagtem Spatenstich die Baugenehmigung mit dem grünen Genehmigungsstempel an Austrotherm-Geschäftsführer Prinzhorn überreichte. Erst zu Beginn dieses Jahres hatte es die ersten Kontakte zwischen den österreichischen Investoren, dem Land mit der Zukunftsagentur Brandenburg, der Stadt und dem Landkreis gegeben. Quasi seit gestern nimmt die Firma, die rund 70 Mitarbeiter beschäftigen wird, bauliche Gestalt an. Prinzhorn dankte sämtlichen Behörden für die unglaublich schnelle und zuverlässige Zusammenarbeit. Das sei ein Grund gewesen, sich für den Standort Wittenberge in Brandenburg zu entscheiden. Als einen weiteren führte der Austrotherm-Geschäftsführer die Unternehmensüberzeugung an, in der Region qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Nachdrücklich verwies der Österreicher aber auch darauf, "dass für uns der baldige Bau der Autobahn 14 bei Wittenberge sehr wichtig ist". "Mit dem neuen Werk hier sind wir deutlich näher am Markt und durch den Wegfall der langen Transportwege zudem schneller und flexibler beim Kunden", hob Prinzhorn hervor. "Außerdem ermöglicht es uns den Export nach Nordeuropa, Polen und in die Benelux-Länder", so Prinzhorn.

Henning Heidemanns blickte als Staatssekretär im Potsdamer Wirtschaftsministerium gestern beim Spatenstich über Wittenberge und die Prignitz hinaus. Der österreichische Dämmstoffspezialist stärke mit seinem Engagement den märkischen Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft, sagte er. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann sprach darüber hinaus die Signalwirkung des Millionenvorhabens für Wittenberge und den Regionalen Wachstumskern zur Entwicklung einen Logistikstandortes an.

 

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