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Dritter Einkaufsmarkt Karstädt : Erster Schritt für neuen Discounter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Ortsbeirat Karstädt empfiehlt die Aufstellung eines B-Planes in der Postliner Straße für einen Netto-Markt und neun altersgerechte Bungalows.

Der Netto Markendiscounter in der Postliner Straße auf dem Gelände der Gartenanlage neben dem ehemaligen Sägewerk darf nur gebaut werden: 1. wenn der Investor auch das Bauvorhaben der neun altersgerechten Bungalows realisiert, 2. bei einem angedachten Bäckereifachgeschäft in dem Markt nur ein ortsansässiger Bäcker den Zuschlag erhält, 3. das Sortiment auf die Bedürfnisse der Einwohner zugeschnitten ist, also auch mit einem Drogeriemarktsortiment, 4. eine Frischfleischtheke oder ein Fleischereifachgeschäft angedacht wird, 5. bei Frischeartikeln verstärkt auf regionale Produkte (Prignitz, Brandenburg, Ostdeutschland) zu setzen. Das sind die Bedingungen des Karstädter Ortsbeirates, die er an den Investor stellt. Mit fünf Ja- und drei Nein-Stimmen sprach der Ortsbeirat aufgrund dieser Liste am Dienstagabend die Empfehlung für die Gemeindevertretung für eine Aufstellung eines B-Planes aus. Ein Beschluss könnte noch auf der letzten Sitzung dieser Legislaturperiode am 8. Mai getroffen werden. „Die Vorlage wollen wir bis dahin hinbekommen“, so Bauamtsleiter Christian Gadow.

Im Januar hatte der Ortsbeirat bei der damaligen Sachlage noch andersherum entschieden. Da ging es nur um die Ansiedlung eines Nettomarktes. Danach änderte der Investor sein Konzept und wurde nochmals im Bauamt vor dem Ortsbeirat vorstellig. Und da kamen die neun altersgerechten Bungalows auf dem Areal hinzu, die der Investor bauen will. „Das wird eine schöne Symbiose mit dem Markt und den Bungalows sowie mit dem Altenpflegeheim“, so Gordon Strecker. Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks will ja bekanntlich Alfons Tewes ein entsprechendes Pflegeheim bauen. „Ich habe viele Leute nach unserer Sitzung im Januar gesprochen, die mich fragten, warum wollt ihr denn keinen weiteren Supermarkt? Und die altersgerechten Bungalows sind doch eine tolle Sache. Wir warten in Karstädt schon lange auf Wohnraum für ältere Menschen“, so Inge Kern.

Allerdings gab es wie schon im Januar Gegenwind, und die Sorge vor Ruinen im Ortskern ist groß. „Wenn die kommen, zieht ein Markt – Aldi oder Penny – weg. Mich befremdet auch die Vorgehensweise des Investors, dass die Gartenpächter dort nicht informiert worden sind“, so Jürgen Ditten. Fakt ist: Die Gartenfläche, auf der noch kein Baurecht herrscht, gehörte einer privaten Erbengemeinschaft, die ihr Grundstück an einen privaten Investor verkauft hat. Die Mitglieder des Kleingartenvereins Feierabend e. V. sind dort Pächter. Die Anlage sei aber nur noch zu knapp 40 Prozent belegt. Für die derzeitigen Kleingärtner müsse man Entschädigungen oder Ausweichmöglichkeiten schaffen, wie Wolfgang Fritze vom Bauamt meinte. Wenn die Gemeindevertretung die Aufstellung eines B-Planes beschließt, dann geht das Prozedere mit öffentlicher Auslegung und Beteiligung erst richtig los.


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erstellt am 23.Apr.2014 | 22:00 Uhr

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