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Winter in der Prignitz : Erster Schnee: Chaos bleibt aus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Glätteunfälle enden glimpflich, teilweise Kritik am Winterdienst für die Bundesstraße 5 / Kinder vergnügen sich beim Rodeln

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Ganz in ein weißes Kleid gehüllt präsentierte sich gestern die Prignitz. Während sich die Straßenmeistereien bemühten, die Fahrbahnen von Schnee und Eis zu räumen, freuten sich die Kinder über das Winterwetter, nutzten es zum Rodeln und um Schneemänner zu bauen.

Die Autofahrer hatten sich im Landkreis nach Polizeiangaben überwiegend gut auf den Wetterwechsel eingestellt und fuhren vorsichtig. So kam es laut der Polizeidirektion Nord in der Prignitz gestern Morgen lediglich zu zwei witterungsbedingten Verkehrsunfällen. Es blieb bei Blechschäden. So kam in der Nacht zu gestern eine Mini-Fahrerin auf der L 145 nahe Kolrep auf winterglatter Fahrbahn nach links von der Straße ab und fuhr gegen einen Baum. Nach eigenen Angaben war sie einem Tier ausgewichen. Das Auto wurde beschädigt und musste abgeschleppt werden. Der Schaden wird auf 10 000 Euro geschätzt.

Die Kreisstraßenmeisterei war ab 0 Uhr mit acht Fahrzeugen auf acht Routen unterwegs. Am Morgen kamen weitere Mitarbeiter und Fahrzeuge zum Einsatz. „In den Bereichen Lenzen, Perleberg und Wittenberge war mehr Schnee gefallen als in Pritzwalk und damit der Arbeitsaufwand größer“, sagte der Leiter des Kreisstraßenmeisterei, Michael Becker. „Ein Teil der Schnees wurde auf den Straßen festgefahren und überfror, bevor er weggeräumt werden konnte. Auch durch entsprechende Technik und Auftausalz, das erst einige Zeit einwirken muss, konnten keine schwarzen Straßen geschaffen werden. Zusätzlich wurde gestreut, um die Fahrbahnen abzustumpfen“, so Becker.

Auch am Vormittag waren Fahrzeuge der Straßenmeisterei weiter an Schwerpunkten im Einsatz, um die Straßenverhältnisse zu verbessern. Insgesamt sei der erste Großeinsatz des Winters in der Prignitz gut verlaufen. Wohl auch durch den Schneefall am Abend hätten sich viele Autofahrer auf winterliche Fahrbahnverhältnisse eingerichtet und mehr Zeit eingeplant.

Kritik übte Heike Pöhls gegenüber dem „Prignitzer“ am Landesbetrieb. Bis 8 Uhr sei nicht einmal die B5 geräumt gewesen. Dafür sei die Straße durch eine mobile Streckenkontrolle blockiert worden, die mit zehn km/h unterwegs gewesen sein soll. Allein vier Mitarbeiter hätten an der Bushaltestelle in Quitzow den Schnee beräumt. Auch am Vormittag ging es nur langsam auf der B5 ab Karstädt in Richtung Perleberg voran, auf der Quitzower Kreuzung lag noch eine stärkere Schnee-Eis-Schicht. Dr. Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen, warb auf „Prignitzer“-Anfrage um Verständnis. „Wenn es anfängt zu schneien, kann es sein, dass manchmal die Fahrzeuge ad hoc nicht reichen für die Weglängen und gerade oben in der Region Perleberg und Pritzwalk. Da sind rund 350 Kilometer Straßenlänge abzudecken. Man muss sich überlegen, dass die Kollegen dafür ja die doppelte Strecke zurücklegen müssen, also über 700 Kilometer. Klar, dass das eine Weile dauert. Selbstverständlich hat jede Straßenmeisterei das Bestreben, ihre Straßen freizubekommen. Die Betriebe haben nicht gemeldet, dass irgendwas nicht funktioniert. Ich gehe davon aus, dass sich das bis zum Abend normalisiert“, erläuterte Cornelia Mitschka.

Für Freude sorgte der erste Prignitzer Schnee bei den Kindern der Bärchen-, Käfer-, Igel- und Mäuschengruppe der Kita in Breese. Mit den Schlitten ging es am Vormittag auf den Hügel neben der Kita – und natürlich wieder hinunter. 
 

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