Zukunftstag : Erster Blick in die eigene Zukunft

Janik Kühne (r.) ließ sich von Maik Johnke (2. v. r.) und seinen Kollegen der Autowerkstadt in Wentdorf das Wichtigste rund um den Beruf des Kfz-Mechatronikers zeigen und konnte auch selbst beim Reifenwechseln mit anpacken. Jonas Bormann und Miriam Kalau hingegen begleiteten Redakteure des „Prignitzers“ zu ihren Terminen und verfassten sogar selbst einen Artikel zum Zukunftstag.
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Janik Kühne (r.) ließ sich von Maik Johnke (2. v. r.) und seinen Kollegen der Autowerkstadt in Wentdorf das Wichtigste rund um den Beruf des Kfz-Mechatronikers zeigen und konnte auch selbst beim Reifenwechseln mit anpacken. Jonas Bormann und Miriam Kalau hingegen begleiteten Redakteure des „Prignitzers“ zu ihren Terminen und verfassten sogar selbst einen Artikel zum Zukunftstag.

Prignitzer Schüler und Schülerinnen erfahren Wissenswertes über verschiedenste Berufe

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23. April 2015, 22:00 Uhr

„Die Lehrzeit zum Werkzeug- oder zum Industriemechaniker dauert dreieinhalb Jahre. Besonders leistungsstarke Azubis können die Zeit sogar verkürzen.“ Aufmerksam verfolgen 15 Jungen, die sich am gestrigen Zukunftstag bei der Wittenberger Werkzeugbaufirma WTW über Metallberufe informieren wollen, den Vortrag von Geschäftsführer Ulrich Wernicke. Maßarbeit sei in der Branche angesagt, Bewerber brauchten Fingerfertigkeit und Denkvermögen, um die mitunter komplizierten Anforderungen, die an Präzisionsbauteile gestellt werden, auch umzusetzen.


Praktische Arbeit und Hintergrundwissen


Seit Jahren beteiligt sich WTW am Zukunftstag. „Wir wollen damit den Schülern zeigen, was sie in ihrer Heimat lernen können und, dass es bei uns gute Berufsperspektiven gibt“, sagt Wernicke. Der zwölfjährige Lucas aus Wittenberge kann sich gut vorstellen, Wernickes Angebot anzunehmen und bei WTW später ein Praktikum zu machen. „Ich habe zuhause schon mit Werkzeug hantiert und beispielsweise für ein Tretauto einen Anhänger gebaut“, sagt der Oberschüler. „Ich finde auch die Maschinentechnik bis hin zur Metallbearbeitung mit Laser sehr interessant.“

Auch Janik Kühne begeistert sich für handfeste Arbeit. Bei der Kfz-Werkstatt Johnke in Wentdorf bekommt der Achtklässler einen Eindruck von dem, was ein Kfz-Mechatroniker alles wissen muss, damit sowohl die Mechanik der Fahrzeuge als auch deren Elektronik funktionieren. „Ich durfte schon beim Reifenwechseln helfen, und die Mechaniker haben mir auch das elektronische Testgerät erklärt.“

Juniorchef Meik Johnke ist zufrieden mit seinem Schützling, der extra aus Neuruppin nach Wentdorf gekommen ist, weil in seiner Umgebung alle handwerklichen Berufe ausgebucht waren. „Wir versuchen immer, die Schüler richtig mit einzubinden, damit sie wirklich etwas über den Beruf wissen, wenn sie hier am Nachmittag raus gehen. Janik zieht wirklich gut mit und es macht Spaß zu sehen, dass junge Menschen ehrliches Interesse an der Tätigkeit zeigen, die man selbst täglich macht.“


Auch Schattenseiten der Berufe aufzeigen


Licht und Schattenseiten des Berufs vermitteln: Nach diesem Prinzip hat Kriminalhauptkommissar Peter Habedank die Mädchen und Jungen durch den Zukunftstag bei der Prignitzer Polizei begleitet. „Das Interesse an unserer Arbeit ist seit Jahren hoch“, sagt der erfahrene Polizist. Besonders freue man sich darüber, dass immer mehr junge Frauen zur Polizei wollen – nicht zuletzt, weil auch die Polizei händeringend Nachwuchs sucht. Annalena Winterfeld und Alina Bahlke, beide Siebtklässlerinnen der Gedike-Oberschule in Perleberg, gehören dazu. „Der Revierpolizist Olaf Renner ist Nachbar meiner Oma und er hat gemeint, der Beruf der Polizistin könnte zu mir passen“, sagt sie. Ihre Freundin interessiert sich ganz konkret für die Arbeit in der Hundestaffel. „Ich habe selber Hunde, und das würde mich schon sehr reizen. In jedem Fall war es toll, mal einen Einblick in den Beruf zu bekommen.“

So dürfte vielen Prignitzer Schülern heute klar geworden sein, dass Berufsorientierung wichtig ist – und dass ihnen die keine abnehmen kann.

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