zukunftswerkstadt : Erste Ziele sind formuliert

Kreative Ideen entstanden an den runden Tischen bei der Zukunftswerkstadt in Wittenberge.
Kreative Ideen entstanden an den runden Tischen bei der Zukunftswerkstadt in Wittenberge.

Zukunftswerkstadt Teil II: Teilnehmer suchen kreative Ideen für die nächsten Jahre

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16. November 2015, 12:00 Uhr

„Wenn aus dir was werden soll, muss du hier bleiben.“ Das mögen Eltern im Jahr 2030 ihren Kindern sagen, formuliert Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann seinen persönlichen Wunsch am Ende der Zukunftswerkstadt. Wittenberger und Perleberger diskutierten am Sonnabend mit Studenten und Wissenschaftlern über Perspektiven beider Städte.

Thema Leerstand in den Innenstädten. Es herrscht Einigkeit, kreative Ideen für eine Geschäftsgründung zu suchen. „Dabei geht es möglichst um ein Alleinstellungsmerkmal“, sagte Martin Hahn, Bauamtsleiter Wittenberge. Ganz wichtig waren den Teilnehmern eine akademische Ausbildungsmöglichkeit in der Region sowie das Thema Handwerk. Letzteres wurde nicht museal oder nostalgisch beleuchtet, sondern es ging um Möglichkeiten, wie Antworten auf die aktuellen Herausforderungen gefunden werden können, wie die Frage des Nachwuchses.

Die Teilnehmer wollen es nicht bei dieser Runde belassen. Ansätze und Ideen möchten sie weiter verfolgen und ergänzen. Dazu müsse ein Anlaufpunkt geschaffen werden, beispielsweise am Bismarckplatz, wo sich in der vergangenen Woche die Studenten auf den Workshop vorbereitet hatten.

Beide Bürgermeister betonten die Wichtigkeit, dass beide Städte gemeinsam an ihrer Zukunft arbeiten. Allein das sei bereits als Erfolg dieses Wettbewerbs anzusehen. Dr. Hermann und Annett Jura seien sich bewusst, dass sich jede Idee und Vision letztendlich an ihrer Machbarkeit messen lassen muss. Dennoch begrüßten sie es, dass finanzielle Aspekte zunächst nicht beachtet wurden. Das hatten Dr. Saskia Hebert und die Künstlerin Ute Reeh gefordert. Sie leiten das Projekt Zukunftsstadt.

Ute Reeh blickte auf die erste Werkstadt vor einigen Wochen in Perleberg zurück. Kinder hatten ihre Vorstellungen geäußert. Wünsche wie Spielplätze an der Elbe oder im Hagen, Bänke an Bushaltestellen wie dem OSZ oder eine Verbesserung des Nahverkehrs würden jetzt weiter verfolgt.

Nach Auswertung der beiden Workshops sollen konkrete Ziele formuliert werden. Danach streben die Städte gemeinsam die zweite Projektphase an. Wenn das gelingt, bleibt es nicht beim Reden. „Dann fließt Geld, so dass wir einige der Ideen umsetzen können“, sagt Hermann. Das hebe diesen Workshop von anderen ab. Viel zu oft bleibe es bei den gesammelten Ideen ohne reale Chance, diese eines Tages umzusetzen.

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