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Wittenberger Erinnerung : Erste Gespräche über Aussichtspunkt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landesumweltamt und Stadt verständigen sich über Ersatz für Badeanstalt-Relikt.

svz.de von
erstellt am 18.Jun.2014 | 08:00 Uhr

Die Plattform als Relikt der ehemaligen Badeanstalt im Elbvorland kommt weg. Daran lässt das Landesumweltamt als deren Besitzer keinen Zweifel. Auf einen Zeitpunkt kann sich die Landesbehörde derzeit aber noch nicht festlegen. Das sagte dem „Prignitzer“ auf Nachfrage Thorsten Thaddey, Referatsleiter im Landesumweltamt für Hochwasserschutz und Wasserbau. Thaddey bekräftigte in dem Gespräch, dass die Plattform marode sei. Deshalb könne das Amt auch nicht ausschließen, „dass wir sie sperren, wenn der Abriss nicht zeitnah erfolgen kann“. Der Abbruch der Plattform, die teilweise in den Deich ragt, will die Landesbehörde mit Sanierungsarbeiten in der Elbstraße verbinden. Dort soll am Deichfuß ein Hochbord gesetzt werden. Autos fahren – um widerrechtlich parkenden Wagen auszuweichen – auf den Schutzwall und beschädigen ihn. Wann genau die Elbstraße in Angriff genommen wird, könne derzeit nicht gesagt werden, so Thaddey. „Wir sind mit allen verfügbaren Kräften voll im Einsatz, um die Hochwasserschutzarbeiten zu realisieren.“ Es erfolgen sehr umfangreiche Investitionen.

Als die Pläne des Landesumweltamtes bekannt wurden, die Badeanstaltplattform nicht zu erhalten, hatten sich zahlreiche Wittenberger über ihre Heimatzeitung zu Wort gemeldet, die die Erinnerung an das Volksbad an der Elbe erhalten wollten.

Der Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung hatte sich im April, auch aus finanziellen Gründen, dagegen ausgesprochen, regte aber einen Kompromiss an. Da der Deich an jener Stelle sowieso ergänzt werden muss, möchte die Stadt, dass die Krone etwas verbreitert wird, so dass ein Aussichtspunkt anstelle der Plattform entsteht. Ein Schild soll an die Badeanstalt erinnern.

Das Landesumweltamt als Eigentümer des Deichs steht der Idee der Stadt aufgeschlossen gegenüber. „Wir haben jetzt erste Gespräche mit der Stadt über den Aussichtspunkt geführt, der ja mit dem Hinweis auf den Badeanstalt-Standort als Erinnerung ergänzt werden soll“, sagte der Referatsleiter der Redaktion.


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