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Der Prignitzer

22. November 2017 | 03:08 Uhr

Wittenberge : Erste EM im Straßenfußball

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Das bisherige deutschlandweite Projekt „Straßenfußball für Toleranz“ holt sich andere Länder an Bord für internationales Turnier in Prora 2015.

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Beim Fußball gewinnt der mit den meisten Toren. Nicht so beim Projekt „Straßenfußball für Toleranz“ des Landessportbundes Brandenburg (LSB) und der Brandenburgischen Sportjugend (BSJ). Da zählt nicht nur die sportliche Leistung, auch das Fairplay wird bewertet. „Es geht um das respektvolle Miteinander auf dem Platz und der Tribüne und es geht um Toleranz“, sagt René Tretschok, Vizepräsident der Deutschen Soccer Liga und ehemaliger Fußball-Profi.

Gefördert durch die F.C. Flick- Stiftung wollen die drei Institutionen dem Projekt im nächsten Jahr ein internationales Gesicht verleihen. Bei der ersten europäischen Straßenfussballmeisterschaft (Originaltitel: European Soccer Championships) sollen bis zu 3000 Kinder und Jugendliche aus 18 Nationen Europas in Prora auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern zusammenkommen. „Fußball kennt jeder, Fußball kann jeder und jeder kann beim Fußball zusehen“, sagt Andreas Gerlach, Hauptgeschäftsführer des LSB. Er hält den Ballsport für einen Schlüssel zur Bekämpfung von Rassismus und Förderung von Demokratie.

In Vorbereitung auf die Premiere im nächsten Jahr trafen sich schon gestern die Organisatoren der EM mit ersten Vertretern aus den 18 europäischen Ländern in Wittenberge. Mit einem ersten Streetsoccer-Turnier auf dem Gelände der alten Ölmühle testeten die Beteiligten das neue Regelwerk. „Punkte gibt es nach einem Rückwärts-System“, erklärt Uwe Koch. Demnach erhielten alle Mannschaften – maximal vier aus jeder Nation, jeweils zwei männliche und zwei weibliche Teams – sechs Punkte. „Erst bei Verstößen gegen das faire Spielen bekommen sie Abzüge“, so der Projektleiter der BSJ weiter.

Das Turnier soll aber nicht nur helfen, Barrieren bei den Sechs bis 18- Jährigen zu überwinden, auch das Verhalten der Eltern am Spielfeldrand fließt in die Bewertung mit ein. „Der Druck von außen ist häufig immens“, weiß der ehemalige Champions-League-Sieger Tretschok. Bei der Straßenfußball-EM soll aber der Spaß und im Vordergrund stehen.

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