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Erste Baumaßnahmen für Autobahn 14 in der Prignitz

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erstellt am 02.Jun.2013 | 06:59 Uhr

Wittenberge/Schwerin | In der Prignitz haben die archäologischen Untersuchungen und naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen für die geplante Autobahn A 14 begonnen. Das geht aus einer Antwort des Infrastrukturministeriums auf eine kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Michael Jungclaus (Bündnis 90/Die Grünen) hervor, die dem "Prignitzer" vorliegt. Anlass für die Anfrage waren Hinweise des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND): Der BUND hatte Anfang März beobachtet, dass etwa zwischen Groß Warnow und Garlin bereits Rodungsarbeiten vorgenommen worden waren, und auch an anderen Stellen Bäume gefällt wurden, während lediglich mit zwei Ausgleichsmaßnahmen begonnen wurde.

"Mit Bauarbeiten zur Umsetzung der Trasse und deren Nebenanlagen wurde noch nicht begonnen", heißt es nun in einer Antwort des Infrastrukturministeriums. "Bei den bisher durchgeführten Maßnahmen handelt es sich um Landschaftsbauarbeiten für Artenschutzmaßnahmen, Archäologische Grabungen, Leitungsumverlegungen und Fällungen im Bereich von Waldbeständen, wo keine geschützten Arten festgestellt werden konnten." Durchgeführt werden derzeit auch Schutzmaßnahmen etwa für den Ortolan sowie zum Ersatz von Fledermausquartieren. Die Gefährdung dieser Arten war auch Thema, als das Bundesverwaltungsgericht über das Planfeststellungsverfahren für die A 14 urteilen musste.

Mit der Antwort des Ministeriums zeigte sich der Grünen-Abgeordnete zufrieden: "Wir haben die Frage gestellt, um herauszufinden, ob Baumaßnahmen vor den Ausgleichsmaßnahmen stattgefunden haben", sagte Jungclaus dem Prignitzer. "Nun wissen wir, dass nur dort etwas gemacht wurde, wo es keine Artenschutzprobleme gibt." Weder den Grünen noch dem BUND lägen derzeit gegenteilige Informationen vor. "Aber das ändert natürlich nichts daran, dass wir die A14 eigentlich für überflüssig halten und der Ausbau der Bundesstraßen der bessere Weg gewesen wäre."

Die Kosten für die 12,6 Kilometer lange Trasse zwischen Karstädt (Prignitz) und der Landesgrenze belaufen sich laut Ministerium auf voraussichtlich rund 125 Millionen Euro. Das neue Teilstück der A14 gehört zur so genannten Nordverlängerung bis zur A24 nahe Schwerin.

Um Anwohner und Natur zu entlasten, sind laut Ministerium auf zwei Kilometern Länge zwei Brücken und drei Lärmschutzwälle geplant. Die A14 verläuft derzeit von der A4 zwischen Chemnitz und Dresden über Leipzig und Halle nach Magdeburg.

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