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Der Prignitzer

21. November 2017 | 15:11 Uhr

Erst Zaun, dann Kunstrasen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vorhaben des Pritzwalker FHV wird aus Mitteln des Kreisausgleichsbudgets bezahlt / Flutlichtanlage steht schon, Kunstrasenplatz ist das Ziel

von
erstellt am 23.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Das Gelände des Sportvereins FHV 03 im Bereich des Pritzwalker Stadions bekommt eine neue Zaunanlage. Hintergrund ist vor allem die Sicherheit. Denn die Wettbewerbs- und Trainingsplätze grenzen an eine Straße und Bälle, die auf der Fahrbahn landen, seien eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer, so Pritzwalks Bürgermeister Wolfgang Brockmann.

„Wir als Stadt sind Eigentümer der Flächen und des Stadions und wollen uns hier a engagieren. Wir suchten seit Langem nach Möglichkeiten, um die Frage der Zaunanlage zu lösen. Jetzt können wir das Vorhaben aus Mitteln des Kreisausgleichsbudgets realisieren“, sagt Brockmann. Etwa 80 000 Euro sind eingeplant. „Die Ausschreibungen laufen, wir werden Anfang Mai den Auftrag vergeben. Wir hoffen, dass über Sommer gebaut werden kann und wir bis zum Herbst fertig sind“, sagt Dietmar Sachs von der Pritzwalker Stadtverwaltung.

Karsten Rohde, Vorsitzender des FHV, macht deutlich, dass die Errichtung von etwa 400 Metern Zaun ein Mosaikstein sei auf dem Weg zum ganz großen Ziel. Und das heißt Kunstrasenplatz. Um den Kunstrasenplatz bauen und nutzen zu können, wurde bereits eine Flutlichtanlage installiert. „Der Zaun ist für die sichere Nutzung des Platzes unabdinglich. Die Stadt hilft uns jetzt natürlich ungemein. Denn wir werden einen Förderantrag über 432 000 Euro für den Kunstrasenplatz stellen.“

Der Kunstrasenplatz soll perspektivisch vor allem für die Sektion Hockey genutzt werden. „Unsere Hockeyspieler sind wieder sehr aktiv, haben bereits vier Nachwuchsmannschaften aufgebaut. Das Problem ist aber, dass wir keine Heimspiele mehr haben, denn Hockey wird nur noch auf Kunstrasen gespielt. Wir fahren also nach Stralsund und in andere Städte, um dort zu spielen und dort zu trainieren. Das ist teuer für den Verein und ein sehr hoher Aufwand für die Sportler“, so Karsten Rohde. Hockey hat in Pritzwalk eine lange Tradition und könnte mit einem Kunstrasenplatz zu neuer Blüte gelangen.

Bereits jetzt zählt der Pritzwalker FHV mehr als 400 Mitglieder, mit einem Kunstrasenplatz und Heimspielen könnte sich die Zahl deutlich erhöhen. „Wir brauchen den Platz aber auch für die Fußballer, die dann hier künftig im Herbst unter Flutlicht trainieren können, um so die Rasenplätze zu schonen“, stellt Rohde klar.

Noch stellt der notwendige Eigenanteil bei einer Leaderförderung des Kunstrasenplatzes ein Problem dar. Denn zweckgebundene Zuwendungen darf der Verein dafür nicht einsetzen, sie würden die Fördersumme verringern. „Das heißt, wenn wir als Stadt einen Teil der Eigenmittel bereit stellen, würden die zweckgebunden aus dem kommunalen Haushalt kommen und dem FHV eigentlich nicht helfen, sondern nur die Fördersumme verringern, ähnlich wäre es bei privaten Zuwendungen“, erläutert Wolfgang Brockmann eine EU-Vorschrift.

Er betont, dass er gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem FHV weiter an der Lösung des Problems der Eigenmittel arbeite und man auf unterschiedliche Weise versuchen werde zu helfen.

Der neue Zaun ist ein Schritt bei der Zusage der Stadt, auch für die Sportstätten in der Kommune zu sorgen, denn Sportangebote seien ein wichtiges Stück Lebensqualität für die Einwohner, so Brockmann.  

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