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Prignitzer Künstler : Erotisches in Wort und Bild im neuen Wandbuch

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Künstlergemeinschaft Ursula Kramm Konowalow und Harms Bellin reden über ihr jüngstes Werk

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2016 | 10:00 Uhr

„Er schafft Bilderwelten, die ich knacken muss. Er verrät ja nichts und man muss schon selbst rausfinden, was er mit seinen Bildern meint“, sagt Ursula Kramm Konowalow. Und einmal mehr fand die Dichterin und Lyrikerin die passenden Worte zu den Zeichnungen des Malers Harms Cyrill Bellin. „Meine Zeichnungen sind eine Mischung aus Zufall und Intellektualität. Ich kann es eigentlich nicht richtig erklären“, sagt Harms Bellin. So entstand das neue Werk der Mankmußer Künstlergemeinschaft. „Pipapo der Liebe“, „Tanz zu zweit“, „Heimlicher Beobachter“, „Die Einladung“ oder „Spiel der Liebe“ heißen Bellins schwarz-weiß Zeichnungen, Kramm Konowalow ließ dazu ihren lyrische Gedanken mit „beim Billardspiel“, „Firlefanz“, „voller Mond“, „Haltepunkt Liebe“ und „Eröffnung“ freien Lauf. Insgesamt zwölf einzelne Werke jeweils aus Zeichnung und passendem Gedicht umfasst das Gesamtwerk des Wandbuches mit dem Titel „melange + rondo“. Es ist das neueste Werk der beiden Künstler, das gerade, sozusagen druckfrisch, aus der Presse kommt.

„Wir haben erst einmal 50 Exemplare drucken lassen. Wir wollen ausprobieren, wie es angenommen wird. Das Format haben wir in A4 gewählt“, sagt Ursula Kramm Konowalow. Die Idee dazu, wie die Lyrikerin sagte, reifte lange. Gemeinsam hatten die beiden bereits die lyrischen Bände „Bogensprünge“ und „Mondkadenzen“ sowie ein Mitlesebuch herausgebracht. Kramm Konowalow und Bellin sind immer wieder auf der Suche nach Neuem. Und so entstand die Idee eben von einem Wandbuch, in dem zwölf Werke – jeweils bestehend aus einer erotischen Zeichnung und einem erotischen Gedicht – zum Besten gegeben sind.

„Wir hatten überlegt, was kann man machen. Für eine gebundene Ausgabe benötigt man einen Verlag, und da einen zu finden, ist schwierig“, sagen die beiden, die sich Ende 2011 bei einer Lesung im Perleberger Antiquariat kennengelernt und dann ihre Künstlergemeinschaft Werkgehöft ZweiKünstler in Mankmuß gründet haben. „Im Oktober wollte ich Zeichnungen scannen lassen und habe im Internet recherchiert, wo man das hier in der Prignitz machen lassen kann. Da bin ich dann auf die Druckerei der Lebenshilfe gestoßen. In Gesprächen mit ihnen kam die Idee, man kann ja auch etwas anderes zusammenmachen. Und so sind wir dann mit unserem Wandbuch zur Lebenshilfe gegangen. Die Zeichnungen sind hervorragend gescannt“, freuen sich Ursula Kramm Konowalow und Harms Bellin über das fertiggestellte Wandbuch. Da die Zeichnungen in schwarz-weiß gehalten sind sei es nicht einfach, beim Scannen alle Konturen deutlich wiederzugeben. Die bereits gedruckten Exemplare sind in ihrer Mankmußer Galerie Erosa erhältlich.

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