Prignitzer Landfrauen : Erntekrone für Rommerskirchen

Die Prignitzer Landfrauen Heidelore Juhnke, Barbara Wolgast, Sylvia Hoschek und Brigitte Jahn (v.l.) arbeiten gemeinsam an der Erntekrone für die Partnergemeinde Rommerskirchen.
Die Prignitzer Landfrauen Heidelore Juhnke, Barbara Wolgast, Sylvia Hoschek und Brigitte Jahn (v.l.) arbeiten gemeinsam an der Erntekrone für die Partnergemeinde Rommerskirchen.

Prignitzer Landfrauen werkeln schon seit Wochen an dem Geschenk für die Partnergemeinde

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25. August 2016, 12:00 Uhr

Viel zu tun haben in der nächsten Zeit die Prignitzer Landfrauen in Blüthen. In vier Wochen will eine Delegation des Vereins in die Partnerkommune Rommerskirchen zum Erntedankfest fahren. Im Gepäck werden sie eine Erntekrone haben. „Eine kleine nur, als Geschenk“, sagt Heidelore Juhnke. Die Frauen haben sich für die Stilrichtung Natur entschieden, viele Getreideähren bilden das Grundgerüst. „Dazu kommen als Schmuck bunte Bänder, das sieht sehr schön aus“, findet Barbara Wolgast. Sie wird bei der mehrtägigen Tour eine Hauptrolle spielen, denn sie ist als diesjährige Erntekönigin Barbara I. in der Partnerkommune vorgesehen.

Die Erntekrone beschäftigt die Landfrauen schon seit einigen Wochen. Rechtzeitig mussten passende Ähren ausgesucht und bei der Agrargenossenschaft Karstädt die Genehmigung zum Abschneiden eingeholt werden. Dann war die Gestaltung zu klären, die Halme zurechtzuschneiden, zu flechten und zu binden. „Das dauert Zeit, 5 vor 12 ist da nichts zu machen“, so Heidelore Juhnke.

Während die Landfrauen in Rommerskirchen aufgrund privater Freundschaften dabei sind, erfüllen sie in Blüthen schon „offizielle Funktionen“. Seit 1991 ist Einiges gewachsen, wie das Landfrauen-Café. Fünf Mal im Jahr öffnet es für vom Verein gestaltete Märkte in Blüthen. Dann gibt es aus dem dreistöckigen, elektrisch beheizten Schamottofen die „in der ganzen Prignitz berühmt-berüchtigten Blechkuchen“. Sie sind so begehrt, dass oft für die fließigen Bäckerinnen kein Stück bleibt.

Ostern, 1. Mai, Pfingsten, die Tierschau und kleine Veranstaltungen sind schon vorbei. Zum Adventsmarkt am 27. November wird nochmals gebacken. Auch das Anfertigen der Dekorationen und organisatorische Vorbereitungen gehören dazu. Dabei wirken die Frauen mit dem Reit- und dem Förderverein des Ortes, der Freiwilligen Feuerwehr, Handwerkern, Kunsthandwerkern und vielen anderen zusammen. „Es geht nur gemeinsam“, so die stellvertretende Vorsitzende Sylvia Hoschek. Bis zum Advent wird ein großer Wunsch der Landfrauen erfüllt, der letzte Teil des Hofes vor dem Café wird gepflastert.

Wenn nichts besonderes anliegt, treffen sich zehn bis 15 Landfrauen einmal pro Woche, plaudern über privates und was in der Gemeinde vorgeht, was verändert werden müsste und was der Verein tun könnte. „So kommt man immer mal wieder aus“, meint Brigitte Jahn mit Blick auf die Treffen. Etwas traurig sind die Landfrauen, dass ihre Arbeit und ihre Gemeinschaft bei jungen Frauen nicht mehr so hoch im Kurs stehen.  

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