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Arbeitsschwerpunkt bei Quitzower Landwirten : Ernte und Aussaat: Die Zeit drängt

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Arbeitsspitze in der Agrargenossenschaft Quitzow: Kartoffeln müssen gerodet, Mais gehäckselt und die Flächen neu gestellt werden.

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erstellt am 09.Okt.2017 | 22:00 Uhr

Jede Minute ist verplant, sämtliche Technik im Einsatz. „Selbst die Reserve“, fügt Helge Milatz, zuständig für den Pflanzenbau in der Agrargenossenschaft Quitzow, an. Seit gut einer Woche endlich mal ein Tag ohne Regen. Doch der nächste ist bereits angekündigt. „Rund 38 Liter in einer Woche. Die Schläge sind nass, wir kommen nur schwer mit unserer Technik rauf“, so der junge Agraringenieur.

Während die Quitzower bei der Maisernte noch im Plan sind, sieht es bei den Kartoffeln nicht so gut aus. „An die zehn Tage sind wir hier in Verzug, geschuldet vor allem dem Regen Anfang September.“ Eine Kettenreaktion, denn wo noch Kartoffeln stehen, kann die Neuaussaat nicht erfolgen. „Alles schieb sich weiter nach hinten. Das ist nun mal Landwirtschaft, und wir müssen damit klarkommen“, betont Helge Milatz und schon klingelt wieder das Autotelefon. „Nur gute Nachrichten“, empfängt der Chef der Pflanzenproduktion den Anrufer, wohl schon ahnend, dass es bestimmt anders kommt. Ein Trecker springt nicht an, beim Häcksler ist der Schlauch defekt. „Die Reparatur ist das eine, die Zeit, die dabei drauf geht, tut uns weitaus mehr weh“, gesteht Milatz offen ein. Denn von rund 140 Hektar müssen die Kartoffeln noch vom Feld, „einfach noch zu viele Hektar“. Insbesondere die Pflanz- und die Speisekartoffeln müssen raus, denn Frost tut ihnen alles andere als gut. Sie sind dann schlecht oder gar nicht lagerfähig.

Vom Ertrag her, zeigt sich der Agraringenieur recht zufrieden. „Wir haben eine gute durchschnittliche Kartoffelernte. Insbesondere auch auf den leichten Böden.“ Hier kam der Regen den Quitzowern zugute. „Wir mussten nur drei Wochen in diesem Jahr beregnen, sonst sind es so zwischen acht und zehn Wochen.“

Jetzt aber brauchen sie trockenes Wetter für die Ernte und die Aussaat. Während Raps und Gerste bereits im Boden sind, müssen Weizen, Triticale und Roggen noch ausgebracht werden.

Gut steht hingegen der Raps. „Der muss uns auch was bringen nach den schlechten Preisen der Vorjahre“, fügt der Pflanzenproduzent an. Die Wintergerste ist gut aufgelaufen. Hier steht jetzt der Pflanzenschutz an.

Ein Arbeitsschwerpunkt ist auch der Mais. „Rund 7000 Tonnen müssen wir noch machen, sprich etwa 150 Hektar sind noch zu häckseln.“ Und bei alle dem sorgte der Sturm noch für zusätzliche Arbeit. „Auf etlichen Feldern liegen große Äste, bei der Bestellung sind sie natürlich ein großes Hindernis. Die Ackergrenzen müssen beräumt bzw. ausgeästet werden, teilweise müssen wir uns den Weg zu unseren Schläge erst einmal freischneiden, wie im Birkenweg in Richtung Wüsten Buchholz“, berichtet Helge Milatz und schon wieder klingelt das Autotelefon.

 

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