zur Navigation springen

Groß Pankow : Erneute Protestaktion für Ampel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bürger demonstrieren in Groß Pankow an der B 189 für den Erhalt der Anlage, die nach der aktuellen Planung einer Fußgängerinsel weichen soll.

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 17:00 Uhr

Am Montag gegen 16 Uhr fand zum wiederholten Mal in Groß Pankow ein Protest unter freiem Himmel statt. Dafür wurde die B 189 kurzzeitig gesperrt. Grund ist immer noch die Fußgängerampel, für deren Erhalt die Einwohner kämpfen. Diese soll aufgrund des geplanten Ausbaus der Bundesstraße im Ort durch eine Verkehrsinsel ersetzt werden.

Nicht nur direkte Anlieger, sondern auch viele andere Groß Pankower versammelten sich, machten ihre Kritik auf selbstgefertigten Schildern und Transparenten deutlich und protestierten lautstark, um ihrer Empörung Luft zu machen. „Die Fußgängerampel ist bei diesem hohen Verkehrsaufkommen ein Muss“, sagte Initiatorin Antje Scharte-Pekrul. „Es müssen jeden Tag Kinder, wenn sie zur Schule wollen, die Straße überqueren.“ Auch für die ältere Bevölkerung sei die Ampel unverzichtbar.

Jens Dehbel, Lehrer an der Grundschule in Groß Pankow, berichtet, dass auch die Straße, die durch den Ortskern führt, immer sehr stark befahren sei. Das liegt zum einen am Zubringerverkehr zur Augentagesklinik, aber auch an der Streckenvariante nach Pritzwalk, die alternativ zur B 189 oft genutzt wird. „An der Schulbushaltestelle haben wir immer eine Aufsichtsperson, sonst ist es einfach zu gefährlich,“ machte Dehbel deutlich.

Anwesend war auch Ina Muhß, Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis 02, zu dem auch Groß Pankow gehört. Sie wird ein Schreiben an das zuständige Ministerium übergeben. Darin wird u. a. die Frage nach der derzeitigen Planung gestellt, ob die Ampel nach wie vor durch eine Verkehrsinsel ersetzt werden soll und wie weit die Planung zum Ausbau der Ortsdurchfahrt insgesamt bereits fortgeschritten ist.

„Die Situation wird durch den Umbau nur verschlechtert“, meinte Initiator Marco Radloff und ergänzte: „Muss denn erst etwas passieren, bevor man reagiert?“

Während und nach der ersten Demonstration, die im Mai stattfand, wurden insgesamt 673 Unterschriften gesammelt, die man am 27. August Egbert Neumann, Abteilungsleiter im Potsdamer Infrastrukturministerium, übergab. Nun hoffen Groß Pankower, dass endlich etwas geschieht, dass es eine Reaktion gibt.

Für den Bahnübergang fand man unterdessen eine Lösung. Dort ist vorgesehen, die Vollschranke künftig durch eine Halbschranke zu ersetzen. Um die Sicherheit der Passanten auch weiterhin zu gewährleisten, soll hier der Fußgängerweg eingezäunt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen