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Ermittler: Baby starb keines natürlichen Todes

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erstellt am 05.Jul.2011 | 06:21 Uhr

Cottbus | Das in Lauchhammer aufgefundene Baby ist nach Angaben der Ermittler eines nicht natürlichen Todes gestorben. Das habe die Obduktion der Leiche des zwei Monate alten Mädchens ergeben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Cottbus am Dienstag.

Die Kriminalpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen die Kindesmutter wegen des Verdachts auf Totschlag ein. Die Mutter, die Anfang 30 ist, sei aber weiterhin auf freiem Fuß. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen. "Es kann Totschlag gewesen sein, fahrlässige Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge", erläuterte die Sprecherin. Sie konnte einen Medienbericht nicht bestätigen, wonach das Kind an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma starb.

Die Mutter habe in der Nacht zum Sonntag in der Wohnung in Lauchhammer bemerkt, dass ihr Baby röchele, berichtete die Sprecherin. Bei dem Kind sei ein Herzstillstand eingetreten und die Atmung habe ausgesetzt. "Die Frau hat dann die Nachbarn informiert, die einen Notarzt benachrichtigten." Dieser habe das Kind in das Klinikum Niederlausitz in Lauchhammer gebracht. Versuche zur Reanimation blieben erfolglos, die Ärzte konnten nur noch den Tod feststellen. Der Säugling wäre am vergangenen Montag drei Monate alt geworden. Laut Medienbericht soll die Mutter in der Vernehmung angegeben haben, ihr Kind "intensiv geschüttelt" zu haben. Dann habe sie es "grob in die Babyschale" geschubst. Dazu wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen jedoch nichts sagen.

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