Wittenberge : Erkundungstouren durch den Bahnhof

Ungepflegte Tristes in der großen Eingangshalle.
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Ungepflegte Tristes in der großen Eingangshalle.

Stadt informiert über Nutzungsideen und sucht Mieter fürs Empfangsgebäude

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28. September 2017, 11:55 Uhr

Ungepflegte Tristes in der großen Eingangshalle. Ein leicht penetranter Geruch macht den Eindruck nicht besser. Das Wittenberger Empfangsgebäude des Bahnhofs ist imposant, beeindruckend – vor allem, wenn abends die Sonnen die Fassade leuchten lässt. Es ist eine städtebauliches Juwel unter Denkmalschutz, sagen Architekten. Unübersehbar sind aber auch die Spuren des einsetzenden Verfalls in der Empfangshalle, im Saal der nicht mehr vorhandenen Mitropa, an Fassade und Fenstern.

Das Empfangsgebäude ist allem Anschein nach zum Klotz am Bein der Deutschen Bahn AG geworden. Spätestens seit 2011 sucht sie einen Käufer für das rund 170 Jahre alte Denkmalgebäude. Ende letzten Jahres hat die Stadt sich entschlossen, das Gebäude zu erwerben, um es für Wittenberge zu retten. Die Verhandlungen zwischen der Kommune und dem Bahnkonzern laufen. Wie aber die 3000 Quadratmeter große Nutzfläche füllen, selbst wenn die Bahn in einem Teil des Hauses Mieter bleibt? Gute Ideen gibt es schon, weitere sind willkommen. Die Bahn als Noch-Eigentümer und die Kommune veranstalten am 8. Oktober einen Tag der offenen Tür. „Die Einladung richtet sich an Bürger, aber auch an Unternehmen, die Interesse an künftigen Einmietungen im Bahnhof haben“, informiert Stadtsprecherin Christiane Schomaker. Die Kommune wird über ihre Ideen für zukünftige Nutzungen informieren – damit bald wieder Leben statt Tristes auch in der großen Eingangshalle herrscht.  

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