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ElbePort Wittenberge : Erfolgsprojekt mit vielen Vätern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hafen mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts voll betriebsfähig / Gesamtinvestition beträgt 5,6 Millionen Euro

von
erstellt am 28.Aug.2014 | 08:00 Uhr

„Es ist ein Tag, der für den Wirtschaftsaufschwung einer ganzen Region steht.“ Ob diese Worte des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) sich bewahrheiten, bleibt abzuwarten. In jedem Fall war die Eröffnung des zweiten Bauabschnitts des Wittenberger ElbePorts gestern ein großer Tag für die Elbestadt als Logistikstandort und für die Prignitz als Wirtschaftsregion.

Bereits im Dezember 2009 begann mit der Festigstellung des Anlegers für Flüssiggüter der Hafenbetrieb im Industriegebiet Süd, es folgten ab Juli 2011 Massengüter und schließlich ab 2012 Container. „2010 ging es mit 35 000 Tonnen Flüssiggütern los, und der Umschlag stieg stetig“, sagt Michael Beyer, Geschäftsführer der Hafenbetriebsgesellschaft ElbePort. „2013 betrug der Umschlag 1600 Container und 80 000 Tonnen Flüssig- und Massengüter, und das trotz hochwasserbedingter Betriebspause von gut acht Wochen. In diesem Jahr haben wir seit Januar 1500 Container und 60  000 Tonnen Massen- und Flüssiggutumschlag erreicht. Mit dieser Entwicklung können wir wirklich sehr zufrieden sein.“

Der Erfolg des ElbePort hat tatsächlich viele Väter. „Am Anfang stand, wie so oft, eine Entscheidung, und das war die Entscheidung zum Stadtumbau, die Entscheidung, den bisherigen Hafen an der Ölmühle touristisch zu nutzen und den Wirtschaftshafen dorthin zu verlegen, wo er hingehört: ins Industriegebiet“, blickte Bürgermeister Dr. Oliver Hermann zurück. „Aber ohne einen Kabinettsbeschluss zum Konjunkturpaket, ohne einen Landkreis, der hinter dem Projekt steht, ohne ein umtriebiges Bauamt in der Stadt und nicht zuletzt ohne regionale Unternehmen, die den Hafen mit Leben füllen, wäre es ein Plan geblieben.“

Dietmar Woidke witzelte, seine persönliche Strichliste, die Prignitzbesuche in Hochwassereinsätze und Sonstige teilt, neige sich langsam zum Positiven, und er betonte die Bedeutung des Standortes. „Was hier entstanden ist, wirkt nicht nur auf die Region, sondern auf das ganze Land. Und ganz besonders freut mich, dass dieses Projekt parteiübergreifend Unterstützer fand.“ Die Prignitz habe verstanden, sich trotz schlechter Voraussetzungen ihres Potenzials zu besinnen und dieses Potenzial auch zu nutzen.

Landrat Torsten Uhe stimmte Woidke zu, betonte aber, dass zur Trimodalität auch ausdrücklich die schnelle und durchgängige Fertigstellung der A 14 gehöre. „Es gibt nach wie vor Anfragen von Investoren, die zunehmend die Standortvorteile von Wittenberge erkennen, und ich bin mir sicher, der ElbePort wird auf die ganze Region ausstrahlen.“ Ein Unternehmen, das sich aus logistischen Gründen explizit für Wittenberge entschieden hat, ist die Bröring-Gruppe, die neben dem Hafengelände ein Mischfutterwerk bauen und Arbeitsplätze schaffen will.

Mit Abschluss des zweiten Bauabschnitts bietet der ElbePort auf 2,1 Hektar Gesamtfläche rund 800 Containerstellplätze, 5500 Meter Gleisanlagen und eine 400 Meter lange Umfahrungsstraße. Zur Betriebstechnik gehören ein 64t-Mobilkran für Container- und Schüttgutumschlag, ein Containerstapler und mehrere Lkw. Die Investitionen beliefen sich auf 5,6 Millionen Euro, davon 4,3 Millionen Euro Fördermittel. Derzeit sind im Hafen 14 Mitarbeiter in Vollzeit angestellt.

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