Silbernes Jubiläum : Erfolgreicher Betrieb mit Herz

RB-Geschäftsführer Sven Reinert (l.) im Gespräch mit Ralf Henning am Stabbearbeitungsautomaten.
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RB-Geschäftsführer Sven Reinert (l.) im Gespräch mit Ralf Henning am Stabbearbeitungsautomaten.

Reinert Bauelemente feiert 25-jähriges Bestehen / Qualität und Innovation als Waffen im Preiskampf

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03. Juli 2015, 08:00 Uhr

„Das Ende der Stufenleiter liegt noch vor uns“, hatte Erich Reinert, Gründer und einer der Geschäftsführer der RB Reinert Bauelemente GmbH in Lenzen, anlässlich des Firmenjubiläums im Jahr 2005 erklärt. Zehn Jahre später kann das Unternehmen auf eine weitere, erfolgreiche Etappe zurückblicken – obwohl das Ende der zitierten Leiter längst noch nicht erreicht ist. In diesem Monat feiert das auf Fenster-, Türen- und Rolladenbau spezialisierte Familienunternehmen sein 25-jähriges Bestehen.

Längst hat sich der Betrieb auf dem umkämpften Markt etabliert, arbeitet vor allem für Kunden in Norddeutschland. „Natürlich gibt es den Preisdruck aus Osteuropa. Wir setzen dem aber Qualität und innovative Produkte entgegen“, sagt Erich Reinerts Sohn Sven, seit 1996 zweiter Geschäftsführer des Unternehmens. Auch Ehefrau Andrea arbeitet als Buchhalterin in der Firma. „Wir bieten unseren Kunden von der Beratung über die Fertigung bis hin zum Einbau den kompletten Service“, erklärt Sven Reinerts Schwägerin Jana Beckendorf, die im Betrieb für Marketing zuständig ist, das Erfolgsrezept.

Mit der Halleneinweihung 1998 wuchs auch die Zahl der einst sechs Angestellten. 42 Mitarbeiter, überwiegend aus der Region, beschäftigt RB derzeit und setzt dabei auf das Stammpersonal. „Wir haben Vertrauen in unsere Belegschaft. Die besten Leute sind von Anfang an dabei. Wir haben wenig Fluktuation“, sagt Sven Reinert nicht ohne Stolz.

Mit den steigenden Produktionszahlen erhöhte sich auch der Bedarf an Gewerbeflächen. Längst platzt das familieneigene Areal an der Löcknitz aus allen Nähten. „Ja, wir haben benachbarte Grundstücke aufgekauft“, bestätigt Sven Reinert. Um diese auch gewerblich nutzen zu können, beschloss das Lenzener Stadtparlament auf Anregung des Unternehmens den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für das Eingeschränkte Gewerbegebiet Achter d’ Muer. Reinerts Betrieb soll mit dem geänderten Flächennutzungsplan Raum „für eine perspektivische gewerbliche Entwicklung“ gegeben werden. „Der Stadt entstehen für die Umwidmung keine Kosten. Wir wollen den Gewerbehof erweitern, neue Lager-, Park- und Stellflächen errichten. Damit wird auch die angespannte Parksituation in der Straße etwas entschärft und auch Lieferanten haben es dann mit ihren großen Lkw einfacher“, so Sven Reinert und hofft, dass die geplanten Pflasterarbeiten „bis zum ersten Frost“ abgeschlossen sein könnten. Der 49-Jährige räumt auch mit einem in Lenzen kursierenden Gerücht auf. „Es wird hier keine neue Halle, keinen neuen Hochbau geben.“

Seiner Heimatstadt fühlt sich Sven Reinert nach wie vor eng verbunden. Manchmal ärgere er sich über die beklebten Laternenmasten oder überfüllte Papiercontainer, worauf er schon mal auf die Barrikaden geht. Als nach einem Verkehrsunfall im Kreisverkehr Berliner Straße/Karstädter Straße eines der drei Stadtwappen auf der dort postierten Säule verschwand, nahm Reinert die Sache selbst in die Hand. In Zusammenarbeit mit der Oligo Lichttechnik GmbH fertigte und montierte die Firma kostenlos ein neues Schild.

Der Blick des Familienunternehmens geht aber auch über den Tellerrand hinaus. Nach dem Elbhochwasser 2013 „sind wir nach Fischbeck gefahren und haben uns umgesehen, wer am dringendsten Hilfe benötigt“, erzählen Sven Reinert und Jana Beckendorf. Die Wahl fiel auf das völlig zerstörte Wohnhaus von Roswitha und Horst Köppe, das als eines der ersten nach dem Deichbruch in der Elbe versank. Zusammen mit Angestellten, Lieferanten und Subunternehmen sammelte die Lenzener Firma Spenden und stattete damit den Neubau mit Fenstern, Rolläden und Türen im Wert von 10  000 Euro aus.

Gratulanten des anstehenden Firmenjubiläums baten die Reinerts im Vorfeld statt Blumen und Sachpräsente um Geldgeschenke. Damit will das Unternehmen die von der Freiwilligen Feuerwehr Lenzen dringend benötigten Rettungsgeräte anschaffen und übergeben.

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