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Großer Bahnhof in Seddin : Erfolgreiche Filmpremiere

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Etwa 60 Besucher sahen die Dokumentation über das Seddiner Königsgrab.

svz.de von
erstellt am 23.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Einmal mehr gab es im Goß Pankower Ortsteil einen großen Bahnhof, einmal mehr ging es dabei um das im September 1899 entdeckte Königsgrab. Im Kulturraum auf dem Pfarrhof hatten sich über die Hälfte der 116 Einwohner sowie viel Prominenz eingefunden. Sie alle wollten den Kurzfilm über „Das Königsgrab von Seddin - ein Monument der jüngeren Bronzezeit“ sehen.

Franz Schopper, Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und des Archäologischen Landesmuseums, hob in seinen einleitenden Worten hervor, dass die Grabungen am Königsgrab immer wieder in verschiedenen filmischen Veröffentlichungen thematisiert wurden. Aus den verschiedenen Materialien sei letztlich dieser Film entstanden.

Der Film führt die Besucher in Anlehnung an die typische Märcheneinleitung „Es war einmal ein Grab...“ in vergangene Zeiten. Fast 3000 Jahre blieb die Grabkammer unentdeckt, doch seit dem 20. September 1899 geben sich die Archäologen vor Ort die „Grabungswerkzeuge“ in die Hand. So tauchte das Publikum in die Historie der Prignitz, des Landstriches um Seddin und die Verbindung zu den Funden bei den sogenannten Wickboldschen Tannen ein. Im Film zu Wort kommt auch Gebietsarchäologe Jens May, der immer wieder vor Ort bei den Grabungen dabei war.

Beifall gab es am Ende von den Seddinern für diesen Film von Thomas Claus, der über 100 Jahre archäologische Grabungen im kleinen Prignitz-Ort zusammenfasst.

Aufatmen bei den Auftraggebern, der Gemeinde Groß Pankow, aber auch bei Ortrud Effenberger von der Unteren Denkmalschutzbehörde. Mit der Dokumentation als DVD und dem Ausflug in die Geschichte will man nun Touristen in die Prignitz locken. Und weil die Region historische Bedeutung hat, wurde inzwischen eine eigene touristische Marke geschaffen: „Zeitschätze Prignitz - Zentrale Archäologische Orte“. Neben dem Königsgrab von Seddin gehören die Burg Lenzen, das Großsteingrab Mellen, der Adelssitz Meyenburg, der archäologische Park Freyenstein und das Schlachtfeld 1636 Wittstock dazu. Sie alle finden sich in einer Broschüre wieder, die der Landkreis und der Tourismusverband Prignitz gemeinsam herausgegeben haben. Dieses und die CD konnten die Premieren-Besucher mit nach Hause nehmen. Wer nicht da war, der kann den Film gegen eine Schutzgebühr im Groß Pankower Rathaus erwerben.

Angedacht ist es, dass die Leistungsträger der Region, wie Hotels und Gaststätten, aber auch das Museum in Perleberg, diesen Film zeigen, um ihre Gäste zu Ausflügen in die Historie zu animieren. Edelgard Schimko vom Landkreis forderte die Anwesenden auf, nach Geschichten und alten Überlieferungen zu suchen. Sie will Geschichten und Geschichte hier zusammenbringen, „auch wenn das die Historiker nicht gerne hören. Aber mit diesem Film zur Geschichte und Geschichten drum herum locken wir Touristen zu uns in die Prignitz.“

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