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Zwölf-Millionen-Euro-Bohrprogramm : Erdölförderung in der Lausitz beginnt im Herbst

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In Südbrandenburg soll im Herbst dieses Jahres erstmals Erdöl fließen. Das deutsch-kanadische Unternehmen CEP will mit einem zwölf Millionen Euro teuren Erkundungsprogramm mehrere Probebohrungen durchführen.

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2012 | 09:02 Uhr

Lübben | In Südbrandenburg soll im Herbst dieses Jahres erstmals Erdöl fließen. Das deutsch-kanadische Unternehmen Central European Petroleum (CEP) will mit einem zwölf Millionen Euro teuren Erkundungsprogramm mehrere Probebohrungen durchführen, wie Projektleiter Thomas Schröter sagte. Die Firma hatte bereits Ende 2009 auf einer rund 600 Quadratkilometer großen Fläche zwischen Lübben und Jänschwalde mit Hilfe moderner Technik ein Tiefenmodell erstellt, um genauere Erkenntnisse über mögliche Erdöllagerstätten abzuleiten.

"Wir sind mit den bisherigen Ergebnissen des seismischen Erkundungsprogramms sehr zufrieden", betonte Schröter. Die Auswertung der geophysikalischen Daten habe hochinteressante Strukturen ergeben. Um zu gewährleisten, dass die Förderung des Erdöls wirtschaftlich lukrativ sei, müssten noch Probebohrungen durchgeführt werden. Im vergangenen Jahr sei bei Guhlen westlich des Schwielochsees damit begonnen worden, einen Bohrplatz zu errichten.

"Diese Arbeiten werden im Frühjahr weitergeführt", sagte der Projektleiter. Mit den Bohrungen selbst könne jedoch aus naturschutzrechtlichen Gründen erst im Herbst begonnen werden.

Während der Sommermonate würden dort Tiere und Touristen gestört. Die Lagerstätte in der Lausitz war bereits zu DDR-Zeiten teilweise ausgebeutet worden. Die Förderung musste jedoch aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden, das Erdöl lagert in einer Tiefe von bis zu 3000 Metern. "Durch gestiegene Rohölpreise und neue Technologien ist die Produktion nun wieder interessant", sagte Schröter. Der Firmenvorstand gehe davon aus, dass sich das eingesetzte Kapital in einem Bereich der Verdoppelung bis zum 50-fachen Gewinn bewege. CEP sucht derzeit auf der Insel Usedom und bei Barth (Mecklenburg-Vorpommern) nach Erdöl und Erdgas. In Brandenburg werden aktuell in Küstrin-Kietz unweit der polnischen Grenze aus einem kleineren Feld jährlich rund 20 000 Tonnen gefördert.

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