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Umweltpraktikum : Er lockt Touristen in die Elbtalaue

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Malte Klauke will in seinem Commerzbank-Umweltpraktikum Haltepunkte in der Natur erlebbar machen

Er tauscht seinen studentischen Schreibtisch gegen die Elbtalaue, statt wirtschaftlicher Analysen entwickelt er touristische Angebote – Malte Klauke, Student der Wirtschaftswissenschaften in Bielefeld, absolviert ein sechsmonatiges Umweltpraktikum im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg.

Das Studium sei doch recht trocken, räumt Malte Klauke beim gestrigen Pressegespräch ein und deshalb habe er sich entschieden, sein Open-Air-Semester in der Natur zu verbringen. Berge hätten ihn gereizt, aber nach seinen ersten vier Wochen in der Prignitz vermisst er diese nicht ernsthaft: „Ich fühle mich hier wohl, genieße die angenehme und friedliche Atmosphäre an der Elbe.“

Die Elbtalaue wird sein Einsatzgebiet sein. Aufbauend auf das Praktikum seiner Vorgängerin Carolin Trübe soll er Ideen weiterentwickeln, wie die 23 Haltepunkte Natur in der Biosphäre erlebbar gemacht werden können. Besucher sollen Kultur und Natur entdecken. Ein Schwerpunkt werde dabei der Radtourismus sein.

„Thematische Naturrouten beziehungsweise Rundwege die unsere Haltepunkte miteinander verbinden, gibt es bisher noch nicht“, erklärt Carolin Trübe, die nach ihrem Praktikum die Öffentlichkeitsarbeit im Biosphärenreservat Rühstädt übernahm. Sie hatte im vergangenen Jahr die Haltepunkte inhaltlich ausgestaltet, Info-Tafeln entworfen, die mittlerweile aufgestellt sind.

Solche konkret vorzeigbaren Ergebnisse möchte die Commerzbank sehen, sagt ihr Pressesprecher Mathias Paulokat. Das sei ein wesentliches Ziel, des Commerzbank-Umweltpraktikums, welches seit mehr als 20 Jahren bundesweit durchgeführt wird, rund 50 Teilnehmer hat.

Um so mehr freut es ihn und die Wittenberger Filialleiterin Silvia Ahlemann, dass Malte Klauke noch eine zweite, ebenfalls zielorientierte Aufgabe haben wird. Dabei geht es um die Entwicklung einer geführten Exkursion rund um Rühstädt. Diese soll sowohl den Elbbereich am Rühstädter Bogen als auch Attraktionen im Dorf miteinander verbinden. Erste Ideen habe er bereits dafür, verrät Klauke. Die Biosphäre verspricht sich viel von solch einem Angebot. „Bisher bieten wir Exkursionen in das Rambower Moor und in das Deichrückverlegungsgebiet bei Lenzen an“, sagt Carolin Trübe. Beide Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit und für Rühstädt gibt es, abgesehen vom Storchenfeierabend, noch kein vergleichbares Angebot.

Auch im nächsten Jahr möchte die Biosphäre noch einmal die Haltepunkte Natur zum Thema für das Commerzbank-Praktikum machen. Dann sollen aufbauend auf den diesjährigen Ergebnissen Flyer, Radwanderkarten und auch Online-Angebote zu möglichen Radtouren entwickelt werden, blickt Carolin Trübe voraus.

Das Praktikum richtet sich an Studierende aller Fachbereiche aus Deutschland und der EU. 25 mögliche Orte stehen zur Auswahl.Infos gibt es im Internet unter www.umweltpraktikum.com


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erstellt am 06.Jun.2014 | 12:00 Uhr

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