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Der Prignitzer

21. September 2017 | 03:27 Uhr

Landratswahl : „Er hat Wähler überzeugt“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Parteien und Wirtschaft kommentieren den Sieg von Torsten Uhe in der Landratswahl

von
erstellt am 12.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Prignitz Torsten Uhe (parteilos) hat Geschichte geschrieben: Seit Einführung der Direktwahl des Landrates in Brandenburg hatte es bei acht Wahlen kein Bewerber im ersten Anlauf geschafft und nur zwei  in der Stichwahl. In allen anderen Fällen war die Direktwahl gescheitert, wählte der Kreistag den Landrat.

Uhe erhielt am Sonntag 64,1 Prozent der Stimmen und gewann deutlich vor Andreas Giske (CDU) mit 26,4 Prozent, dem Einzelbewerber Knut Kuhnert (6,9 Prozent) und dem FDP-Mann Uwe Michael Neumann (2,6 Prozent). Die nominierende SPD freut sich über diesen deutlichen Wahlsieg:  „Torsten Uhe ist es durch seinen sachorientierten Wahlkampf gelungen, die   Wähler zu überzeugen. Das verdient unseren Respekt“ kommentiert  Harald Pohle, SPD-Unterbezirksvorsitzender.  Das Ergebnis im ersten Wahlgang spreche für die Direktwahl und sei zugleich ein klares Signal der hiesigen Wähler: „Sie wollen einen eigenständigen Landkreis Prignitz“, bringt es Pohle auf den Punkt.

SPD und Linke seien sich einig, nach der Kreistagswahl den Landrat auf breiter Front zu unterstützen. „Ich freue mich, dass Torsten Uhe die Wahl im ersten Durchgang so klar gewonnen hat“, sagt Thomas Domres, Vorsitzender der Linkspartei in der Prignitz. Mit der SPD und den Linken habe er zwar zwei Parteien hinter sich gehabt, aber das allein sei nicht ausschlaggebend gewesen. „Torsten Uhe wird als Fachmann anerkannt, er hat mit seinen Themen den Nerv der Leute getroffen und besitzt eine hohe Glaubwürdigkeit“, so Domres.

Das zeige sich auch darin, dass Uhe kreisweit Unterstützer hatte, die nicht aus den Reihen der zwei Parteien kommen. Die Herausforderungen in den nächsten Jahren seien die Gesundheitsvorsorge, der Hochwasserschutz, der Kreishaushalt und das weitere Zusammenwachsen der Perleberger und Pritzwalker Region. „Wir werden die Kreistagswahl abwarten und dann überlegen, wie wir eine sachliche Zusammenarbeit zwischen Kreistag und Landrat organisieren können“, sagt Domres.

Gordon Hoffmann spricht als CDU-Kreisvorsitzender von einem Sieg der Demokratie: „Die Direktwahl war erfolgreich, das ist ein gutes Zeichen.“ Das Ergebnis des CDU-Kandidaten Andreas Giske sei aber „sehr enttäuschend“. „Wir hatten uns ein besseres Abschneiden erhofft, wir hatten überzeugende Ideen und Konzepte, wir hatten einen guten Kandidaten“, so Hoffmann.  Aber der Bonus als bisher stellvertretender Landrat und die rot-rote Unterstützung seien stärker gewesen. Für eine konstruktive Zusammenarbeit im Kreistag wolle die CDU eintreten.

Der FDP-Chef Andreas Schulz spricht von einer herben Enttäuschung. „Ich bin der Meinung, wir hatten mit Uwe Michael Neumann den qualifiziertesten Bewerber“, sagt er. Schulz hoffe, dass der Landkreis unter Uhes Führung eine Chance habe zu bestehen, dass es keine Kreisgebietsreform geben werde. Die FDP sei zu spät in den Wahlkampf gestartet. Ebenfalls für die FDP spricht Dr. Elmar Habenicht: „Herzlichen Glückwunsch Torsten Uhe. Doppelt positiv sind die  Direktwahl durch den Bürger und der Sieg  im ersten Wahlgang.  Viel Erfolg beim Kampf auch zum Erhalt unseres Landkreises. Wir stehen an Ihrer Seite.“

Die Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW) hebt in ihrer Reaktion den fairen Wahlkampf der Kandidaten hervor. „Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Torsten Uhe, die wir auch im Vorfeld bereits hatten“, sagt Lutz Lange, Vorsitzender der WIW. Nicht anders sei es bisher mit Andreas Giske als Kreistagsabgeordnetem gewesen. „Im Fall seiner Wiederwahl haben wir in ihm einen verlässlichen Partner, insbesondere in Fragen der Bildung und des Sports“, so Lutz Lange.

Hanno Taufenbach



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