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Waldsiedlung Perleberg : Entweder Waldweg oder Straße

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Leser der Waldsiedlung fühlt sich abgehängt: Kein befestigter Weg für Radler und Fußgänger führt ins Wohngebiet

von
erstellt am 19.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Mit dem Fahrrad oder gar zu Fuß in die Waldsiedlung zu gelangen, das sei ein überaus waghalsiges Unterfangen, sagt unser Leser Uwe Lange. Er wohnt dort und viele seiner Nachbarn seien der selben Meinung. Denn kein befestigter Weg führe in die Siedlung. Entweder man radle über Stock und Stein auf dem unbeleuchteten Waldweg gegenüber vom Friedhof, oder man müsse sich die viel befahrene Straße Richtung Bad Wilsnack mit den Fahrzeugen teilen. Insbesondere für Kinder, und davon gebe es einige, die täglich mit dem Rad zur Schule fahren, alles andere als ungefährlich.

Und auch hinsichtlich der Beleuchtung fühle man sich in diesem Bereich sprichwörtlich im Dunkeln stehen gelassen. Er selbst habe schon Leute, offensichtlich Hotelgäste der Kleinen Residenz, beobachtet, wie sie sich im Schein von Taschenlampen den Weg entlang des Tierparkzaunes zum Hotel gebahnt haben.

Die dunkle Jahreszeit ist nun vorbei, doch die nächste kommt bestimmt. Und mit Blick auf diese fragt unser Leser, ob die Stadt die Waldsiedlung vielleicht vergessen habe, oder ob es Vorstellungen gibt, damit man auch diese irgendwann mal gefahrlos per Rad und zu Fuß erreichen kann.

Bauamtsleiter Hagen Boddin weiß um die Problematik, wohnt er doch selbst auch in der Waldsiedlung. Doch in nächster Zeit werde es dafür keine Lösung geben. Das heißt aber nicht, so Boddin, dass man nicht eine anstrebe. Im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs gehe es unter anderem auch um die Verbesserung des Radwegenetzes. Bestandteil hier ist auch ein Radweg nach Bad Wilsnack. Insgesamt 1,6 Millionen Euro sind für das Radwegenetz veranschlagt und als mittlere Priorität eingestuft. Das heißt, eine mögliche Umsetzung passiere frühestens im Zeitraum 2017 bis 2019.

Er, Boddin, könne die Befindlichkeiten durchaus verstehen. Über drei Wege gelange man in die Waldsiedlung bzw. von dort in die Stadt. Und alle drei seien alles andere als optimal. Zum einen könne man als Radfahrer entlang des Engels-Platzes Richtung Kleingärten fahren und komme direkt am Waldrand raus. Allerdings ist der Weg unbefestigt und eben auch nicht beleuchtet. Ein anderer führt, wie von Herrn Lange beschrieben, gegenüber vom Friedhof entlang. Auch er ist unbefestigt und Licht gibt es einzig von der gegenüberliegenden Gehwegseite. Und auch nur bis zur Kreuzung Industriestraße. Die ist allerdings, sofern es dunkel wird, durchgehend beleuchtet. Anders weiter in Richtung Kleine Residenz. Dort greife ab 22 Uhr die Nachtschaltung. Dann sei aber kein Kind mehr unterwegs. Boddin räumt ein, dass der Waldweg zwar befahrbar sei, aber ein solcher bleibe, der immer mal wieder profiliert werden müsse. Ein entsprechender Auftrag an den Stadtbetriebshof werde erfolgen, versichert er.

Die dritte Möglichkeit, um in die Waldsiedlung zu gelangen, ist die Straße. Summa summarum drei Varianten, die alle kaum zufrieden stellen. Doch in nächster Zeit werde sich daran nichts ändern. Das heißt nicht zuletzt, auch die Gäste der Kleinen Residenz, die auf Schusters Rappen die Gegend erkunden, müssen weiterhin mit dem Trampelpfad am Tierparkzaun Vorlieb nehmen.

 

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