Windkraft : Enormen Schattenwurf berechnet

 Die Windräder werfen bis zu zwei Kilometer lange Schatten.
Die Windräder werfen bis zu zwei Kilometer lange Schatten.

Windräder bei Schilde erreichen Nabenhöhe von 142 Metern. Sicherheitsabstand zum Sportflughafen beachten

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18. November 2015, 00:34 Uhr

Sehr hoch, extremer Schattenwurf – das sind zwei besondere Aspekte des geplanten Windparks „Schilde-Perleberg“, der auf auf der Gemeindevertretersitzung in Weisen am Montag von Christian Schindler vorgestellt wurde. Seine Berliner Firma eno energy GmbH betreibt 284 Windenergieanlagen in Deutschland und unter anderem in Schweden.

Für den Park „Schilde-Perleberg“ nördlich von Weisen seien sechs Anlagen jeweils mit einer Nabenhöhe von 142 Metern vorgesehen. Aktuell in diesem Jahr wurde bereits der Entwurf für die Anlagen ausgelegt und es gab die Möglichkeit, Einwände dagegen zu erheben.

„Momentan findet die Auswertung statt und wir rechnen damit, dass das im nächsten Jahr rechtskräftig in den Regionalplan aufgenommen wird“, so Schindler. Es gelte bei solchen Bauvorhaben einiges zu beachten, zum Beispiel müsse ausreichend Abstand zu den Wohnhäusern vorhanden sein, die Räder müssen auf so kleiner Fläche wie möglich aufgestellt werden, und dazu komme der Sicherheitsabstand, der zum Perleberger Sportflughafen geboten ist.

Man habe auch den Schattenschlag der großen Anlagen analysiert. Bei dem niedrigsten Sonnenstand im Winter könnten sie Schatten von bis zu zwei Kilometern Länge werfen. „Es gibt bisher nur zwei Stellen, an denen dies gegen die gesetzlichen Auflagen verstößt. Die Anlagen werden dann so gesteuert, dass sie bei zu hoher Schattenbelastung abgeschaltet werden“, erläutert Schindler. Man könne alle Auflagen erfüllen, ist er überzeugt.

Rein theoretisch könnte die Genehmigung Ende 2016 stehen, dann müsste nur das Finanzierungsmodell berechnet werden und es könnte Anfang 2017 mit der Errichtung der Windräder begonnen werden.

Schindler macht trotz allem Optimismus den Gemeindevertretern aber auch deutlich, dass so ein Verfahren von vielen einzelnen Faktoren abhängt, die das Ganze noch in die Länge ziehen könnten.

In der Regel liefen Genehmigungsverfahren länger, wenn sie die Öffentlichkeit mit beteiligten. Kleiner Wermutstropfen für die Gemeinde: Da Weisen keine Eigentumsflächen in dem Planungsgebiet hat, profitiert sie wahrscheinlich nur von den Ausgleichsmaßnahmen wie neuen Baum- und Heckenpflanzungen und einer Streuobstwiese oder in dem Fall, dass noch Kabel über Gemeindeland geführt werden müssten, sagt Schindler.


Öffentlichkeit muss bei Thema Feuerwehr raus


Ebenfalls auf der Tagesordnung standen die Querelen zwischen Bürgermeister David Leu und den Feuerwehrkameraden. Dieser Punkt wurde vom Bürgermeister in den nichtöffentlichen Teil gesetzt.

Zu dem Vorschlag eines Gemeindevertreters, das Thema aufgrund der großen Relevanz in den öffentlichen Teil zu verschieben, bemerkte Bad Wilsnacks Amtsdirektor Torsten Jacob, dass dies die Satzung nicht zulasse.

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