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Der Prignitzer

25. November 2017 | 03:25 Uhr

Energiewende in Pritzwalk

vom

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2012 | 06:54 Uhr

Pritzwalk | Wie sollen die Stadt Pritz walk und die Ortsteile zukünftig mit Strom und Wärme versorgt werden? Der Pritzwalker Bürgermeister Wolfgang Brockmann informierte jetzt, dass sich die Pritzwalker Stadtwerke diesem Thema seit geraumer Zeit stellen und verschiedene Schritte eingeleitet haben. "So sind die Stadtwerke an der Jörn Ahlers GmbH in Neudorf beteiligt. Hier wird Biogas aus zwei Anlagen zu Bioerdgas veredelt und in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist", erklärt Brockmann. In Neudorf können ab Mitte des Jahres 60 Millionen KWh Erdgas eingespeist werden. Außerdem soll Bioerdgas auch an der Raiffeisentankstelle im Gewerbegebiet Süd als Treibstoff für Fahrzeuge angeboten werden. Dadurch könnten im Umkehrschluss 20 000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Das Pritzwalker Landwirtschaftsunternehmen PBK hat in Schönhagen, vor den Toren der Stadt, eine Biogasanlage gebaut. Das hier gewonnene Gas wird über eine Leitung nach Pritzwalk gebracht. Hier hat die PBK zwei Blockheizkraftwerke errichtet, in die zum einen Strom ins Netz speisen, zum anderen Wärme erzeugen, die in das Netz der Stadtwerke fließt. In der Nordstraße 18 sollen so 490 MWh Strom und 7000 MWh Wärme erzeugt werden. Ein weiteres Blockheizkraftwerk, in dem zukünftig Biogas in Strom und Wärme umgewandelt wird, wurde bereits in der Bahnhofstraße errichtet. In der ehemaligen Trafostation wird Strom erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist. Außerdem werden benachbarte Wohnblöcke mit 96 Wohnungen von hier aus mit Wärme versorgt.

Wie Brockmann weiter informiert, will die Firma Ostwind in der Nähe von Giesensdorf sechs weitere Windkraftanlagen bauen. Die Stadtwerke Pritz walk sind zur Zeit mit anderen Stadtwerken und der Firma Ostwind in Verhandlungen, um die Anlagen nach deren Fertigstellung zu übernehmen und zu betreiben. Außerdem, so Brockmann, seien die Stadtwerke Eigentümer des Grundstückes, auf dem 1989 eine Geothermiequelle in 2040 Metern bei Bohrungen entdeckt wurde. In absehbarer Zeit, so der Pritzwalker Bürgermeister, könnte es wirtschaftlich sinnvoll werden, diese Quelle für die Gewinnung von Strom und Wärme zu nutzen.

Mit diesen unterschiedlichen Initiativen bereitet sich die Stadt auf die Energiewende vor und will so auch in Zukunft die Versorgung mit Strom und Wärme für die Einwohner, aber auch für die ansässigen Unternehmen absichern.

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