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Der Prignitzer

18. Oktober 2017 | 20:34 Uhr

Verkehr : Endspurt auf der A14-Baustelle

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Abschnitt von Grabow nach Groß Warnow wird pünktlich im Dezember freigegeben

svz.de von
erstellt am 07.Aug.2017 | 20:45 Uhr

Die Fahrbahnoberfläche aus Waschbeton ist fertig, an einigen Brückenbauwerken – besonders dem 500 Meter langen über den Müritz-Elde-Kanal – wird noch intensiv gebaut. Kein Zweifel besteht für Thomas Taschenbrecker, Leiter des Straßenbauamtes Schwerin, dass das A14-Teilstück von Grabow nach Groß Warnow in vier Monaten für den Verkehr freigegeben werden kann.

Von den 10,7 Kilometer Fahrbahn liegt etwa ein Kilometer auf Brandenburger Gebiet. Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) ließ sich am Montag auf seiner Baustellentour über den Stand der von der Strabag ausgeführten Arbeiten unterrichten. Aktuell werden die Brückenränder der Eldebrücke betoniert. „Wir werden im Dezember mit maximal zehn Prozent Mehrkosten im Rahmen liegen“, blickt Taschenbrecker voraus. Der gesamte Abschnitt schlägt mit etwa 103 Millionen Euro zu Buche.

Mecklenburg-Vorpommern hat seine Hausaufgaben gemacht. Mit Blick in Richtung Prignitz und Altmark schätzt Taschenbrecker ein: „Die Querung der Elbe ist sicher eine ganz andere ökologische Herausforderung als das, was wir auf dieser Strecke zu bewältigen haben. Aber auch das wusste man vor zehn Jahren schon.“ Der Lückenschluss bis Magdeburg wird wohl noch mindestens fünf Jahre dauern. „2022 ist nun auch für uns die offizielle Kennzahl. Der echte wirtschaftliche Mehrwert wird erst dann gelingen, wenn die A14 bis nach Magdeburg geschlossen ist. Dann wird sie für die Häfen in MV ein genialer Nord-Süd-Bypass mit handfester wirtschaftlicher Bedeutung sein“, so Christian Pegel.

In Ludwigslust spüre man zudem schon deutlich die Verkehrsberuhigung, die die Autobahn als Ortsumgehung mit sich bringe. Immer mehr Unternehmen würden zunehmend neugierig, weil sie merken, dass die Autobahn vorankommt, würden ihre Ansiedlungspolitik in MV danach ausrichten, sagt Pegel mit Blick auf jüngste Vorhaben rund um das Autobahnkreuz Schwerin. Die gute Zusammenarbeit zwischen Straßenbauamt und Politik hält der Grabower Bürgermeister Stefan Sternberg für das Erfolgsgeheimnis des zügigen Abschlusses auf Mecklenburger Seite. „Es ist schon ein Gewinn, wenn die Strecke fertig ist. Es wird auch langsam Zeit“, so Sternberg.

Und auch die Ungeduld mancher Autofahrer ist kein Geheimnis. Ingenieur Bernd Kanscheit, Projektleiter für die A 14, berichtet: „Wir haben in letzter Zeit viele unbefugte Betretungen der Baustellen an den Wochenenden. Es scheint ein großes Interesse an der Strecke zu geben.“

Wie schon vor der Freigabe der Teilstücke um Karstädt und Ludwigslust im Herbst 2015 werden noch vor den Autofahrern Radler die Chance auf eine Erstbesichtigung haben. Für Anfang Oktober schlug die Stadt Grabow eine offene Fahrradausfahrt vor. Minister Pegel ist erfreut. „Wir waren damals völlig geplättet von den Tausenden Teilnehmern. Die Polizei musste die Radler gestaffelt auf die Strecke schicken“, erinnert er sich.  

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