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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 21:05 Uhr

Endlich grünes Licht für Kuhbier

vom

svz.de von
erstellt am 19.Dez.2012 | 05:28 Uhr

Kuhbier | Kaum zu glauben, aber wahr: Heute wird der Funktionsbauvertrag für den Bau der Ortsumgehung unterschrieben. Für den Brandenburgischen Landesbetrieb für Straßenwesen tut das kein geringerer als dessen Präsident Hans-Reinhard Reuter. Das teilte gestern Kai Dietrich mit, Sprecher des brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft.

Nachdem das Bundesverkehrsministerium Anfang Dezember nach mehrmonatiger Prüfung die Vergabe des Auftrages genehmigt hatte, sei am Montag nach Ablauf der Widerspruchsfrist die Zuschlagsverteilung verkündet worden. Den Zuschlag erhielt der bei der Ausschreibung erstplatzierte Bieter, die Firma Bunte, wie Reuter gestern auf "Prignitzer"-Nachfrage bestätigte.

Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung stehe dem Bau der Ortsumgehung - abgesehen von der Witterung - nichts mehr im Wege, betonte Dietrich. Der symbolische erste Spatenstich soll aber nicht mehr in diesem Jahr erfolgen. Angesichts der bevorstehenden Feiertage, zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel sei es dann wohl doch zu viel Symbolik, extra für diesen Akt einen Bagger aufzufahren, ohne dass sich danach gleich etwas tue. Laut Dietrich werde der erste Spatenstich und damit der Auftakt der Bauarbeiten Anfang kommenden Jahres erfolgen. Einen konkreten Termin nannte er nicht.

In Kuhbier will man das dagegen schon genauer wissen, ist der 14. Januar als Baubeginn im Gespräch. Entsprechende Hinweise will Ortsvorsteher Kurt Essel von Zimmervermietern erhalten haben. Egal wie, nach 20 Jahren auf die Ortsumgehung wollen die Kuhbierer einfach nur noch, dass es endlich los geht, hatten in den vergangenen Wochen mit drei, wie sie es nannten, Versammlungen unter freiem Himmel, bei denen jeweils auch für 15 Minuten die Ortsdurchfahrt der B 189 völlig für den Verkehr gesperrt wurde, um ihr berechtigtes Anliegen gekämpft. Denn von Jahr zu Jahr zunehmend wälzt sich eine immer größereVerkehrslawine durch den Ort, haben vor allem die Schwerlasttransporte enorm zugenommen, mit ihren Erschütterungen Schäden an Hausfassaden hervorgerufen. Von der Lärmbelästigung gar nicht zu reden.

Eigentlich sollte der Vertrag über den Baubeginn schon vor einem Jahr unterzeichnet werden, doch dann geriet wegen der Überprüfung des Funktionsbauvertrages alles ins Stocken. Denn über diesen soll abgesichert werden, dass die Baufirma für 30 Jahre auch die Straße unterhält. Für das Bundesverkehrsministerium und das Land Brandenburg sei das ein Pilotverfahren, weshalb das Vergabeverfahren länger gedauert habe.

Die 3,6 Kilometer lange Ortsumgehung mit drei Brückenbauwerken kostet rund 15 Millionen Euro.

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