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Der Prignitzer

24. Oktober 2017 | 09:51 Uhr

„Endlich Experimente!“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Das PIT bietet naturwissenschaftlich begeisterten Schülern und Studenten Förderungsmöglichkeiten

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 22:48 Uhr

„Es ist eher ein Hobby als etwas Schulisches“, so Sebastian Fritsch, Schüler der elften Klasse des Wittenberger Marie-Curie-Gymnasiums, während er den Destillationsprozess beobachtet. Naturwissenschaftlich interessierte Jugendliche (und Erwachsene) wie Sebastian finden Unterstützung und Förderung beim Prignitzer Institut für Thermoanalytik (PIT).

Fünf Schüler des Curie- Gymnasiums sind mit Enthusiasmus dabei: „Im Chemieunterricht wird nur gerechnet. Hier kann man endlich Experimente durchführen“, zeigt sich Elftklässlerin Alexandra Ruben begeistert. Während einer Projektwoche im Gymnasium wurden die Schüler von Chemie- und Biologielehrerin Bärbel Henning auf das Projekt aufmerksam gemacht: „Da habe ich künstlichen Honig hergestellt, der aber nicht unbedingt zum Verzehr geeignet war“, verrät Sebastian. Dieses Interesse an der Praxis bedient das Institut, das dabei Wissen vermittelt, das über das in der Schule Gelernte hinausgeht.

Mit dem zusätzlichen Engagement neben der Schule können sie auch die Eltern beeindrucken: „Vor allen Dingen, wenn auf der Teilnahmebestätigung ,Begabtenförderung’ zu lesen ist“, freut sich Fina Gießler (11. Klasse).

Beim Forschen und Experimentieren steht ihnen Chemieingenieurin Gertrud May zur Seite. Die Treffen finden jeden zweiten Donnerstag im Monat von 13.45 Uhr bis 17.30 Uhr statt. Projekte dieser Art sind immer für zwei Jahre angesetzt. Dabei werden von den Unternehmen Themenschwerpunkte gestellt.

Die jetzigen Teilnehmer versuchen sich in der analytischen Weiterverarbeitung von ätherischen Ölen. Diese können z. B. für Kosmetik oder Gewürze verwendet werden: „Bis November sollten wir unsere Ergebnisse als Facharbeit abgeben. Die können wir dann auch für ,Jugend forscht’ einreichen“, erklärt Luisa Eichhorn aus der 10. Klasse.

Die Zusammenarbeit mit mehreren hiesigen Unternehmen, z. B. aus der Ernährungs- und Gesundheitswirtschaft, sowie mit Hochschulen lohnt sich für die Jugendlichen: „So können sie schon frühzeitig eine berufliche Perspektive entwickeln und einen geeigneten Studiengang finden“, sagt Peter Janz, Geschäftsführer des PIT.

Die Heranwachsenden haben bereits konkrete Vorstellungen: „Ich würde gern Maschinenbau studieren“, sagt Fina, „ich will eher in Richtung Chemie gehen“, erwidert Alexandra. Sebastian sieht sich schon als Forscher.

Im Sommer sind zwei weitere Projekte für Schüler geplant. Unter der Förderung des Regionalen Wachstumskerns (RWK) arbeiten 14 Schüler aus Wittenberge und der Partnerstadt Elmshorn gemeinsam während der „MINT“ Woche vom 30. Juni bis 4. Juli.

Außerdem findet während der Ferien noch eine Sommerakademie statt, in der Schüler vierwöchige Praktika in Unternehmen absolvieren. Überdies gibt es auch Offerten zur Ausbildung und Qualifizierung für Studenten, Absolventen und Mitarbeiter von Betrieben. Gefördert wird das Institut durch die Stiftung der IHK „Fachkräfte für Brandenburg“ und vom Land.

Mehr Informationen zu Tätigkeitsfeldern und Partnern des PIT findet man unter www.thermoanalytik-institut.de.

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