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Für Verkehrssicherheit in Wittenberge : Eltern wollen Tempo 30 im Horning

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die vielbefahrene Straße vor Kita und Schule lässt die Angst wachsen. Der Landkreis prüft den Antrag derzeit.

von
erstellt am 15.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Jeden Morgen die selbe Sorge, wenn Mutter Friede oder ihr Mann die beiden Kleinen in das Montessori-Kinderhaus bringen. Denn zwischen den Parkbuchten und der Kita liegt der viel befahrene Horning. Autos sausen vorbei, Mutti oder Vati müssen mit ihrem Nachwuchs genau den richtigen Moment abpassen, um die Fahrbahn zu überqueren. Und auf keinen Fall darf eines der Mädchen schon loslaufen, während das andere noch aus dem Wagen klettert. „Wir haben Angst, dass hier eines Tages ein Unfall passiert“, sagt Robin Friede. Friedes sind nicht allein mit ihrer Angst. Chris Gerloff erzählt von seinen beiden Kindern, „die täglich in der selben Gefahr sind“. „Und unser Drittes, das auch hier ins Kinderhaus gehen wird, schwebt dann auch in Gefahr“. Nando Niemann, Ronny Kösterke, Kathrin Papenhangen, Jacqueline Fuhrmann, sie alle sind Mütter und Väter, die sich freuen, dass ihr Nachwuchs in der Einrichtung in freier Trägerschaft der Ibis gut umsorgt wird. Wenn da nicht die Sorge um die Sicherheit auf der Straße vor der Kita und vor der dort ebenfalls befindlichen Montessori-Schule wäre. Jeder kann aus eigener Erfahrung von Beispielen erzählen, „wo es schon mal richtig brenzlig war“. „Das soll ein Ende haben“, sagen die Mütter und Väter. „Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit fordern wir ein Tempo 30 vor unserem Kinderhaus und unserer Schule.“ Das haben die Eltern in einem Brief an die Stadtverwaltung geschrieben. Bürgermeister Oliver Hermann antwortete den Eltern. Die Stadtverwaltung habe Vorabsprachen mit dem Landkreis getroffen. Denn entscheiden kann man im Rathaus nicht. Das macht die kreisliche Behörde.

Friede ist sicher, dass der Landkreis gar keine andere Möglichkeit hat, als die 30 Kilometer pro Stunde anzuordnen. Als Argument verweist er auch auf eine Verordnung der Bundesregierung vom Ende letzten Jahres, nach der künftig „leichter Tempo-30-Zonen eingerichtet werden können – und zwar vor Schulen, Kitas und Seniorenheimen“. Dieses und andere Argumente haben die Eltern in dem Brief aufgeführt, den sie Anfang Februar an den Sachbereich Straßenwesen bei der Kreisverwaltung adressierten.

Eine verbindliche Antwort haben die Mütter und Väter noch nicht. Aber es hat sich etwas getan. Das erfuhr der „Prignitzer“ auf Nachfrage vom Pressesprecher des Kreises, Frank Stubenrauch. „Die Örtlichkeit wurde mittlerweile besichtigt, gegenwärtig kommuniziert der Landkreis mit der Stadt Wittenberge sowie der Polizei zur Umsetzung des Antrages“, informierte er. Eine Entscheidung könne jetzt noch nicht vorweggenommen werden.  

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