zur Navigation springen

Investition in Schiessstand : Elektronik zählt jetzt die Treffer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Fördergeld machte es möglich: Gilde bringt ihre Anlage auf internationales Niveau und schafft neue Kugelfänge an

von
erstellt am 06.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Die Schützengilde hat es geschafft, hat zum Jahresende den Umbau ihres Schießstandes abgeschlossen. „Vom Nachwuchs bis zu den Senioren können unsere Sportschützen jetzt auf Anlagen trainieren, die internationalem Standard entsprechen. Und auch Wettbewerbe hier bei uns finden auf diesen Anlagen statt, die Weltniveau entsprechen“, sagt Gildepräsident Ingo Rodowski.

Der Schützenverein hat – um es ganz fachgerecht auszudrücken – seinen Schießstand für Luftdruck und Kleinkaliberwaffen mit einer elektronischen Trefferanzeige ausstatten können. Außerdem konnte die Gilde die Geschossfangeinrichtung für 30 Schießbahnen erneuern.

Möglich waren Umbau und Erneuerung nur, sagt der Präsident, „weil unser Verein Fördergeld aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm erhielt“. Die Förderzusage über die 45  000 Euro kam im November. Die Bedingung: Bis Jahresende musste dieses Geld und die 25 Prozent Eigenmittel, die der Schützenverein aufzubringen hatte, verbaut sein.

„Das war eng“, sagt Rodowski und erzählt, dass am 22. Dezember die Ausrüstungsteile geliefert wurden. Statt Weihnachtsvorbereitungen zu Hause, haben aktive und fördernde Mitglieder im Vereinsdomizil in der Parkstraße gewirbelt. Zwischen Weihnachten und Silvester ging der Aufbau weiter. „Wir sind rechtzeitig fertig geworden, konnten alles abrechnen. Und dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei allen, die mit geholfen haben“, sagt der Präsident.

Möglich wurde die Investition überhaupt nur, weil die Gilde langfristig geplant, sprich über fünf Jahre eisern Geld angespart hat, um im Fall einer Förderung den Eigenanteil parat zu haben.

Zwei Drittel der Investsumme flossen in die Elektronik an den Schießständen. Mit dem Umbau auf diese elektronische Trefferanzeige sind im Verein die Zeiten der Seilzuganlage, mit der die Sportschützen sich ihre Scheiben holen, um die Treffer zu kontrollieren, weitgehend vorbei. Treffer werden elektronisch erfasst, ausgewertet und auf einem Bildschirm neben dem Schützen sofort angezeigt.

Für das andere Drittel des Geldes schaffte die Gilde die, wie Ingo Rodowski sagt, sehr dringend benötigten neuen Kugelfänge an. „Für die alten, die nur aus Rundholz bestehen, läuft die Genehmigung in diesem Jahr ab. Hätten wir nicht investieren können, wäre uns die Schießbahn für die Kleinkaliberwaffen gesperrt worden“, erklärt der Präsident die Bedeutung. Mit den neuen Kugelfängen werden Geschossfragmente aufgefangen und die Feinstaubbelastungen gesenkt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen