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Der Prignitzer

21. November 2017 | 07:23 Uhr

Elegante Lösung

vom

svz.de von
erstellt am 21.Nov.2007 | 09:26 Uhr

Es kann den Sportbegeisterten im Lande relativ gleichgültig sein, über welche Wege ihre Steuergelder zurück fließen in jene Anlagen, auf denen sie in ihrer Freizeit für das körperliche Wohl und die Geselligkeit schwitzen. Was vor allem zählt, ist ein Verfahren, bei dem nach möglichst nachvollziehbaren Kriterien die Mittel dorthin fließen, wo sie am besten eingesetzt und am meisten benötigt werden. Jetzt hat Brandenburgs Landwirtschaftsminister aus den EU-Geldern einiges abgezweigt dafür. Das sichert nicht nur manche Aschenbahn, sondern vor allem viele schöne Fotos mit dem Minister. Und für das den deutschen Bürokraten allerheiligste Problem der Zuständigkeit hat er eine elegante Lösung entwickelt. Der Kollege Sportminister bleibt unbehelligt und der Landessportbund übernimmt die Verantwortung beim Verteilen. Das Beispiel könnte Schule machen - insbesondere wenn es mit dem Abbau von Sachgebieten in der Ministerialbürokratie verbunden wäre. Es gibt in der Kultur, der Wissenschaft, der Bildung, sogar in der Wirtschaft und im Sozialbereich genügend Strukturen der Selbstverwaltung, die wissen, wo der Schuh drückt. Ob der Minister für Landwirtschaft und Umwelt seine neueste Initiative allerdings bis zu Ende gedacht hat, darf bezweifelt werden. Das wäre dann eine kleine Verwaltungsrevolution.

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