zur Navigation springen
Der Prignitzer

25. November 2017 | 10:49 Uhr

Elbpromenade beginnt mit Pavillon

vom

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2012 | 02:12 Uhr

Wittenberge | Knapp 1,6 Millionen Euro lässt die Stadt in diesem und im nächsten Jahr an der Uferkante zwischen Wasser- und Schifffahrtsamt und dem Schlauchturm auf dem Ölmühlgelände verbauen. Im Architekturbüro Rauchenberger haben die Detailplanungen für die anspruchsvolle Promenade begonnen. Bauingenieur Torsten Benecke ist damit befasst. Er kann auch Auskunft zu wichtigen Eckpunkten des Promenadenweges geben, nach denen sich Leser immer wieder beim Prignitzer erkundigen.

Eine häufig gestellte Frage ist die, wo der Weg überhaupt beginnen wird.

Benecke sagt, hinter der Bootsslipanlage des Wasser- und Schifffahrtsamtes in der Hafenstraße. Das kann man sich gegenwärtig noch schwer vorstellen, weil sich dort derzeit eine Art Grundstückseinfahrt befindet. Sie wird anders gestaltet. Außerdem lässt die Stadt das kleine an der Wasserkante befindliche Wohnhaus abreisen. Die Mieter sind bereits im Vorjahr ausgezogen. In dem Bereich ist ein kleiner Aussichtspunkt mit einem überdachten Pavillon und Sitzgelegenheiten vorgesehen, erklärt der Planungsingenieur. Von dort aus hat man dann einen fantastischen Blick auf die Elbe und das Land zwischen den Brücken, hebt Benecke das Besondere der Lage hervor.

Von dem Punkt aus geht es weiter entlang der bestehenden Spundwand bis dorthin, wo das Gelände des Stadthafens mit seinen denkmalgeschützten Speichern beginnt.

Der Umschlag im Hafen soll die nächsten Jahre weitergehen. Die Baro-Gesellschaft hat das Areal von der Stadt gepachtet. Also muss ein Kompromiss her. Die Uferpromenade mit ihrem Natursteinpflaster schwenkt ab, wird zum profanen Asphaltweg, und als solcher etwa 80 Meter entfernt von der Wasserkante um die Speicher und die Bürobaracke des Hafens herum geführt.

"Wir halten aber die Möglichkeit offen, die Promenade eines Tages ganz durch zu ziehen", erläutert Benecke.

Seitens der Stadt hatte es vor etlichen Jahren schon Bemühungen gegeben, der Baro-Gesellschaft einen Umzug in das Industriegebiet Süd zum neuen Hafen schmackhaft zu machen. Die Gesellschaft verzichteten aber schon wegen der großen Speicher.

Die Uferpromenade kehrt als komfortabel ausgebauter Weg dort an das Wasser zurück, wo das Ölmühl-Gelände beginnt. An diesem Punkt soll auch der verlängerte Geh- und Radweg aus dem Packhof baulich an den neuen Uferweg angebunden werden. Das bedeutet laut Planer, der Weg auf dem Packhof wird noch einmal um 150 Meter verlängert. Außerdem entsteht noch ein Pkw-Parkplatz in Wasernähe.

Eine der Besonderheiten am Promenadenweg ist der integrierte Bootsanlegesteg für Fahrgastschiffe. Wo der Uferweg das Ölmühlareal erreicht, wird er festgemacht. Über eine Treppe ist der Steg erreichbar. "Wichtig ist, dass der Anleger auch mit einer Hubplattform versehen wird. Damit können auch Behinderte unkompliziert auf ein Fahrgastschiffe gelangen", so Beneck. Auch die durch den schwankenden Wasserstand der Elbe auftretenden Höhenunterschiede werden für den Anleger ausgeglichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen