Wittenberge : Elbpegel bleibt niedrig

Niedrigwasser: Ende Juni 2015 waren es 1,57 Meter am Pegel Wittenberge. Aktuell schwankt der Elbepegel um 1,30 Meter .
Niedrigwasser: Ende Juni 2015 waren es 1,57 Meter am Pegel Wittenberge. Aktuell schwankt der Elbepegel um 1,30 Meter.

Schifffahrt kommt nahezu zum Erliegen

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27. August 2016, 10:00 Uhr

Der Elbpegel Wittenberge schwankt um die 1,30 Meter, die Schifffahrt ist so gut wie eingestellt. Das bestätigt Hubert Finke, Leiter des Außenbezirks des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg. „Wir haben Niedrigwasser“, sagt er.

Die niedrigen Wasserstände sind aber nicht erst an den letzten sonnigen Tagen enstanden. Beim Blick in die Statistik wird schnell klar, dass der Fluss wie so häufig in den vergangenen Jahren seit Monaten Niedrigwasser führt. „Im Juni lagen wir bei 1,70 Meter, im Mai pendelten wir um die zwei Meter“, sagt Finke. Im Rückblick zeigt erst der April gute Verhältnisse mit Pegelstände klar über zwei Meter. Alles darunter kann als Niedrigwasser angesehen werden. Fachleute sprechen auf Wittenberge bezogen bereits ab 2,80 Meter von Niedrigwasser.

Eine für Montag geplante Fahrt mit dem Peilschiff hat Finke gestern selbst abgesagt. „Wir wollten ursprünglich die Wassertiefen in einem möglichst breiten Streifen ausmessen, hätten uns mit dem Schiff aber nur in der Fahrrinne bewegen können“, erklärt Finke. Dass Donnerstagabend ein Motorschiff im Hafen angelegt hatte, habe selbst ihn gewundert. Es war nicht beladen und setzte seine Fahrt gestern fort.

Eine spürbare Veränderung der Pegelstände sei nicht zu erwarten, weder nach unten noch nach oben. Die gestrige Prognose des Schifffahrtsamtes Magdeburg sagt für kommenden Freitag in Wittenberge 1,25 Meter voraus. In den vergangenen 24 Stunden stieg und fiel der Pegel im Wechsel jeweils um einige wenige Zentimeter. Finke erklärt das mit der Havel.

Bei den niedrigen Elbständen wirke sich der Havelzufluss spürbarer aus. „Donnerstag flossen in Gnevsdorf 18 Kubikmeter pro Sekunde in die Elbe, gestern waren es 34 Kubikmeter“, so Finke. Bei einem hohen Wasserstand in der Elbe würde das kaum auffallen, aber aktuell lasse das die Elbe um wenige Zentimeter steigen. Selbst ein kurzer Starkregen im Havelbereich wäre zu spüren.

Ungewöhnlich sind die aktuellen Pegelstände nicht und von einem Negativrekord sind wir weit entfernt. Der würde knapp unter 80 Zentimetern liegen. Im vergangenen Jahr wurde mehrfach der Pegel von einem Meter unterschritten.

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