Frühjahrsputz in Wittenberge : Elbestadt putzt sich heraus

Auch 25 Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums, Klasse 10, mit ihrer Lehrerin Kathrin Lockenvitz machten beim Frühjahrsputz mit. Sie sammelten Müll vom Terrain rund um Schule, im Clara-Zetkin-Park und Heinrich-Heine-Platz. Ausbeute u. a. ein Fahrrad und eine Radkappe.
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Auch 25 Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums, Klasse 10, mit ihrer Lehrerin Kathrin Lockenvitz machten beim Frühjahrsputz mit. Sie sammelten Müll vom Terrain rund um Schule, im Clara-Zetkin-Park und Heinrich-Heine-Platz. Ausbeute u. a. ein Fahrrad und eine Radkappe.

Großreinemachen in den Gartenanlagen und auf Grundstücken in Wittenberge war angesagt / Für viele ist Frühjahrsputz schon Tradition

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30. März 2015, 08:00 Uhr

Besonders den Freitagnachmittag und den Sonnabendvormittag nutzten Grundstückseigentümer oder Mitglieder in den Sparten, um ihre Gärten auf Vordermann zu bringen. Es war Frühjahrsputz in Wittenberge angesagt. Rege Betriebsamkeit so auch in und an der Kleingartenanlage „Paul Klink“ am Bentwischer Weg, die noch 96 Mitglieder hat. Gut 40 davon versammelten sich am Samstagmorgen am vereinbarten Treffpunkt und dann ging es in kleinen Gruppen an die Arbeit.

„Das ist Tradition, dass wir immer eine Woche vor Ostern Frühjahrsputz machen. Wir wollen den Leuten zeigen, dass es hier vernünftig aussieht. Wir liegen ja an einer Hauptverkehrsstraße, und gegenüber ist gleich der Einkaufsmarkt“, sagt Frank Hinze, der seit zehn Jahren die Arbeitseinsätze in der Gartensparte leitet. Aber nicht nur im Inneren der Anlage waren sie am Werk, auch entlang des Seitenstreifens an der Straße harkten sie, genau wie den Weg außen entlang ihrer Anlage. Irmgard Bendig und ihr Mann haben seit 55 Jahren dort einen Garten. „Es macht einfach Spaß, alles sauber zu haben. Und ganz wichtig ist ja die Gemeinschaft, dass wir hier zusammen etwas tun“, so die über 80-Jährige, die aber ein bisschen traurig erzählt, „dass wir wohl unseren Garten aufgeben müssen“. „Mein Mann kann nicht mehr so.“

Die fleißigen Kleingärtner füllten die Bigbags voll, die die Stadt im Vorfeld nach Bedarf verteilt hatte. Abgeholt wurden diese dann von Mitarbeitern des Betriebshofes, die Freitagnachmittag und Sonnabendvormittag ihre Touren fuhren, und die verrottbaren Stoffe – sprich Laub, Baumschnitt, Sträucher etc. – zur Sammelstelle am Düsterweg brachten, die eigentlich nur für den Friedhof vorgesehen ist, aber zum Frühjahrsputz seitens der Stadt für alle Wittenberger geöffnet wurde. Dort herrschte am Sonnabendvormittag ebenso von Privat-Hausbesitzern ein Kommen und Gehen, die ihre Gartenabfälle abluden. „Es wird ganz gut angenommen. Am Freitag war bis gegen 16 Uhr viel los, nach der Kaffeezeit ließ es nach“, berichtete Kurt Wolf, Vorarbeiter beim Betriebshof. Er wies die Leute ein, wo sie denn ihren Abfall wie gröberes Schnittgut oder eben kleineres auf welchem Hügel entsorgen können. Wolf erklärte auch, dass alles im Frühjahr durchgeschreddert wird, ein Jahr liegen bleibt und dann Kompost zur Wiederverwertung ist. Er konnte sich teilweise ein Schmunzeln nicht verkneifen, wie manche Autofahrer auf dem Gelände umständlich an die entsprechende Entladestelle fuhren. Und einige kämen 13, 14 Mal angefahren.  

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