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Die Prignitz auf der ITB : Elberadweg bleibt größter Magnet

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Die neuen Karten mit je vier Tourentipps sind am Stand des Tourismusverbandes besonders begehrt.

von
erstellt am 13.Mär.2017 | 04:50 Uhr

Manche mögen es nicht glauben, manche das touristische Potenzial abstreiten, aber wer am Wochenende eine Zeitlang am Stand der Prignitz auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin verweilt, erkennt: Die Beliebtheit des Radtourismus wächst ungebremst und die Prignitz profitiert davon.

Wir treffen am Stand nicht die klassischen Prospektjäger, die einfach nur zugreifen, weil es umsonst ist. Nein, es sind Besucher, die Fragen stellen, die sich Tipps geben lassen. Manche bleiben bis zu fünf Minuten. Gerd Franke zum Beispiel. Mit seinen 80 Jahren fährt er noch immer gerne Rad und das mit Vorliebe in der Prignitz. „Aber ich mache nur noch 70 bis 80 Kilometer am Tag“, meint der rüstige Rentner.

Er schätzt die Infrastruktur des Elberadwegs. „Du schaust morgens nach dem Wetter, entscheidest dich für eine Etappe und kannst problemlos für den gleichen Abend ein Zimmer reservieren“, schildert er seine Erfahrungen. Er bleibt nicht nur am Elbufer, das Hinterland interessiert ihn ebenfalls, zum Beispiel von Wittenberge aus auf der Tour Brandenburg in Richtung Oder zu fahren. „Ebenes Gelände und meistens Rückenwind. Besser geht es gar nicht“, sagt er und geht ausgerüstet mit den jüngsten Tourempfehlungen weiter.

Manuela Döpel interessiert sich für alle touristischen Anziehungspunkte der Region. Sie arbeitet für ein Reisebüro in Bayern und organisiert Busfahrten. „Berlin und Potsdam haben wir schon im Programm, vielleicht kommt die Prignitz in Kombination mit Radtouren dazu“, sagt sie.

Unter einem wissenschaftlichen Aspekt verweilen Hanna Malikayil und Katja Dreßler am Prignitz-Stand. Sie studieren Betriebswirt für Hotel- und Gastronomiebetriebe. Welches sind die schönsten Radwege in Brandenburg, welche Besonderheiten gibt es und was macht manche Radtouren so attraktiv? „Darauf suchen wir für unsere Facharbeit antworten“, sagen die jungen Frauen.

Einmal mehr zeigt sich der Tourismusverband Prignitz als Trendsetter. Vor Jahren schon gewann er den Landestourismuspreis für sein Projekt Radeln nach Zahlen. Wo drei Radwege aufeinander stoßen, entstanden nummerierte und ausgewiesene Knotenpunkte. Sie eröffnen nicht nur eine ungeahnte Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten, sondern informieren auch über Sehenswürdigkeiten und Gastronomie.

Während andere Regionen erst noch dieses System aufgriffen, entwickelten die Prignitzer vier regionale Radwanderkarten als Abrissblock im A3-Format. In diesem Jahr nun wurden die bisher nackten Rückseiten um je vier Routentipps ergänzt, die sich auf die Vorderseite der jeweiligen Karte beziehen. „Das hat schon die Fachbesucher an den ersten Messetagen beeindruckt, und am Wochenende waren die Blöcke besonders stark gefragt“, sagt Jeannette Küther vom Tourismusverband.

Ebenso groß war das Interesse an historischen Stadtkernen. Auch die Nachfrage zu den Programmen der Elblandfestspiele Wittenberge und des Perleberg Festivals sowie des 25-jährigen Jubiläums des Plattenburg-Spektakels war erfreulich hoch, ergänzt Lutz Lorenz, der als Pressesprecher für die Elblandfestspiele mit am Stand die Besucher betreut.

Die Verbindung der neuen Faltlandkarte zum „Kurs Elbe“, die erstmals am Prignitz-Stand auf der ITB angeboten wurde und in die kleinste Tasche passt, mit Veranstaltungen in der Region interessierte ebenfalls viele Besucher, so Jeannette Küther in ihrem Fazit. Neu waren Nachfragen von Bikern, die sich nach passenden Strecken für Motorradtouren erkundigen, sowohl individuell als auch in Gruppen.

„Viele jüngere Besucher fragen nach Angeboten für Kinder“, sagt Lutz Lorenz, der auch mit vielen ehemaligen Bewohnern der Prignitz sprach. „Sie interessierten sich sehr dafür, wie sich ihre Heimat entwickelt. So fragte eine Berlinerin nach dem Gutsschloss in Horst, wohin sie 1944 evakuiert worden war“, erzählt er. Kurz darauf kam ein Student, der in Perleberg zur Schule ging, mit seiner japanischen Freundin an den Messestand, um mit ihr einen ersten gemeinsamen Urlaub in der Region zu planen.

An allen Messetagen habe sich damit eines ganz deutlich gezeigt: „Radtourismus bleibt das Premiumprodukt in unserer Region und dieses werden wir weiter entwickeln“, sagt Jeannette Küther.

 

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