2013 ist für Wittenberger Hafen super Jahr : Elbeport punktet im Logistikgeschäft

Im zu Ende gehenden Jahr sind über das Gelände auf dem Industriegebiet Süd insgesamt 170  000 Tonnen Güter umgeschlagen worden.
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Im zu Ende gehenden Jahr sind über das Gelände auf dem Industriegebiet Süd insgesamt 170 000 Tonnen Güter umgeschlagen worden.

Über das Gelände auf dem Industriegebiet Süd sind im zu Ende gehenden Jahr insgesamt 170 000 Tonnen Güter umgeschlagen worden.

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27. Dezember 2013, 22:00 Uhr

„Der Elbeport hat im zu Ende gehenden Jahr seinen bisher größten Entwicklungssprung getan“, sagt Hafenmanager Michael Beyer und führt als Belege dafür sowohl die Umschlagszahlen wie auch die damit gestiegene Mitarbeiterzahl von vier auf zwölf an.

Im zu Ende gehenden Jahr sind über das Gelände auf dem Industriegebiet Süd insgesamt 170 000 Tonnen Güter umgeschlagen worden. Dass der Umschlag über die Hafenkante, also per Schiff, dabei nicht die bestimmende Größe ist, sondern bei 50 000 Tonnen liegt, trübe die Bilanz keinesfalls, sondern unterstreiche vielmehr, was ein moderner Hafen laut Beyer heute zu leisten habe. Er spricht davon, dass der Elbeport sich zum Gesamtlogistiker entwickelt, der auf die Wünsche der Kunden flexibel und kurzfristig reagieren kann. „Wir sind auf dem guten Weg dahin“, sagt er voller Überzeugung.

Beharrlich war und ist der Manager in der Region unterwegs, wirbt mit den Möglichkeiten des Wittenberger Elbeports: Mit der gut ausgebauten Lager - und Umschlagsfläche, die an das Wasser, die Schiene und die Straße angebunden ist. Und, so sagt er, „unsere Flexibilität und unsere Möglichkeiten sprechen sich herum. Wir erhalten zunehmend Anfragen.“ Einer der Vorteile, die der Elbeport bietet: Firmen, die dort lagernde Materialien kurzfristig abrufen, erhalten sie auch umgehend. Von den zwölf Mitarbeitern, die derzeit im Elbeport arbeiten, sind sechs im reinen gewerblichen, also im Umschlagsgeschäft, tätig. Sie bewegen Container mit Fettsäure, Speiseölen, mit Laminat, schlagen Kies, Erde, Ton um.

Wer noch die Bilder von den Anfangsmonaten des Hafens 2009 bei der Inbetriebnahme des ersten Anlegers im Kopf hat, und sie mit den heutigen vergleicht, wird über die rege Geschäftigkeit dort stauen. Der Hafenmanager sagt: „Die Dynamik, mit der der Elbeport sich entwickelt, ist unglaublich.“ Und er ist davon überzeugt, dass diese Dynamik anhält. Die mit Kunden geschlossenen langfristigen Verträge stünden dafür, sagt Beyer und: „Wir werden als Gesamtlogistiker zunehmend angefragt.“

Die Kommune, der der Elbeport gehört und den die ElbePort Wittenberge GmbH mit acht Gesellschaftern bewirtschaftet, macht das Hafengelände fit für die nächsten Jahre, kann mit Hilfe von Fördergeld in den weiteren Ausbau der Infrastruktur investieren. Im Elbeport bzw. auf angrenzenden Flächen wird seit kurzem wieder gebaut. An der Hafenkante entstehen drei neue Gleisstränge, dazu ein Gleisbogen. Auf die Frage, wie nötig die Erweiterung ist, sagt der Portmanager: „Sehr. Im diesem Jahr haben wir auf unserem Gelände 136 Teil- bzw. Ganzzüge be- und entladen.“ Die Kapazität der Gleisanlage war teilweise bis an die Grenzen ausgelastet. Die Neuinvestition ist deshalb wichtig und gleichzeitig auch Vorbereitung auf die Ansiedlung, die die Bröring-Unternehmensgruppe für das Industriegebiet Süd angekündigt hat. Das Unternehmen will dort bis Mitte 2016 gut 19 Millionen Euro in einen Hafen- und Bahnumschlag mit angeschlossener Futtermittelproduktion investieren.

Das Baugeschehen am Hafen erstreckt sich nicht allein auf den weiteren Ausbau des Schienennetzes. Befestigt wird auch das rund 3000 Quadratmeter große Gelände, das sich an den Umschlagplatz Richtung Hafenspitze anschließt. „Dort entsteht ein Leerdepot“, sagt Beyer. Voraussichtlich beginnend im Frühjahr werden bis zu 2500 Container im Jahr zwischengelagert. Im Hamburger Hafen werden – zum Glück von Wittenberge – die Flächen wieder knapper und damit teurer. Über Binnenschiffe, die jetzt schon auf der Route zwischen Hamburg und Wustermark, dem zweiten von der ElbePort GmbH betriebenen Häfen verkehren, werden die Container gebracht bzw. geholt“, erklärt Beyer.

Wenn es um die Entwicklung des Hafens geht, dann ist eine weitere Investition, die für das nächste Jahr geplant ist, von großer Bedeutung. Die Stadt will für den Elbeport einen eigenen Kran anschaffen. Fördergeld macht es möglich. Derzeit muss die ElbePort GmbH sich das Hebezeug ausleihen, wenn beispielsweise Container oder ähnliche Güter über die Hafenkante umgeschlagen werden. Der hafeneigene Kran werde die Umschlagskosten deutlich senken, sagt Beyer.



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